Der Umsatz wuchs von Januar bis Ende September nur um 0,3 Prozent auf 8,20 Milliarden Franken, wie der Konzern am Donnerstag in einem Communiqué bekannt gab. Dabei machte der Swisscom die Euro-Schwäche zu schaffen, die den Ergebnisbeitrag der Mailänder Breitbandtochter Fastweb nach unten drückte. Bereinigt um Währungseffekte wäre der Konzernumsatz um 0,9 Prozent gestiegen.

Operativ zeigte sich das übliche Muster: Während im Schweizer Kerngeschäft der Umsatz leicht sank, wuchs die Swisscom in Italien. Fastweb steigerte den Umsatz um 6,0 Prozent 1,91 Milliarden Euro.

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Deutlich mehr Gewinn

Besser sieht es beim Profit aus: Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) der Swisscom wuchs um 4,1 Prozent auf 3,5 Milliarden Franken. Dazu beigetragen hat auch der Wegfall von Sondereffekten, die das Vorjahresresultat belastet hatten. Ohne die Einmaleffekte und zu konstanten Währungen wäre der EBITDA um 2,2 Prozent gestiegen.

Insgesamt war das Ergebnis vor einem Jahr durch Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in Höhe von 82 Millionen Franken belastet worden. Den grössten Teil davon hatte eine Busse der Eidgenössischen Wettbewerbskommission Weko von 71,8 Millionen Franken ausgemacht. Denn der Telekomkonzern hatte im Urteil der Weko zwischen 2006 und 2013 seine marktbeherrschende Stellung bei der Übertragung von Live-Eishockey- und Fussballspielen im Bezahl-TV missbraucht.

Noch deutlicher wirkte sich der Wegfall dieser einmaligen Effekte beim Reingewinn aus. Unter dem Strich steigerte die Swisscom den Nettoverdienst um 7,9 Prozent auf 1,3 Milliarden Franken.

Mit den Zahlen hat der Konzern die Erwartungen der Analysten übertroffen.

Umsatzziel nach unten geschraubt

Wegen der Euro-Talfahrt und der schwächeren Handyverkäufe senkt die Swisscom auch den Umsatzausblick fürs gesamte Geschäftsjahr 2023. Neu erwartet der Konzern einen Umsatz von 11,0 Milliarden Franken, nachdem er bisher einen Umsatz von 11,1 bis 11,2 Milliarden Franken in Aussicht gestellt hatte. Die Umsatzzielsenkung hatte die Finanzgemeinde mehrheitlich nicht auf dem Radar.

Die übrigen Ziele liess der Branchenprimus unverändert: So soll der EBITDA 4,6 bis 4,7 Milliarden Franken erreichen und die Investitionen rund 2,3 Milliarden Franken. Wenn diese Ziele erreicht werden, sollen die Aktionäre wieder eine Dividende von 22 Franken pro Aktie erhalten.