Der Umsatz der Syngenta Group, zu der nebst dem Schweizer Pflanzenschutz- und Saatgutkonzern Syngenta AG auch noch die israelische Adama und die Agrargeschäfte der in China beheimateten Sinochem zählen, wuchs um satte 23 Prozent auf 28,2 Milliarden US-Dollar. Dabei sei der Konzern schneller als seine Mitbewerber gewachsen.

Der Agrochemiekonzern profitierte nicht zuletzt von hohen Preisen für Agrarerzeugnisse wie Weizen oder Mais, sagte ein Firmensprecher im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP. Können die Landwirte mit einer guten Ernte viel verdienen, steigt für sie der Anreiz, Produkte von Syngenta und Co. zum Schutz ihrer Pflanzen einsetzen.

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Hohes Wachstum in China - Fragezeichen in der Ukraine

Auch punkto Profitabilität erreichte die Syngenta Group Höchstwerte. Das operative Ergebnis auf Stufe EBITDA legte um 14 Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar zu, wuchs damit aber etwas weniger schnell als der Umsatz. Im Vorjahr hatte die Gruppe noch von Kosteneinsparungen aus dem Zusammenschluss profitiert.

Alle Geschäftsbereiche trugen den Angaben zufolge zum Wachstum bei. Die Gruppe sei auch in allen Regionen gewachsen, insbesondere in China und im asiatisch-pazifischen Raum. In China etwa seien die Verkäufe um 27 Prozent gestiegen. Die Syngenta Group China steuert mittlerweile 7,4 Milliarden Dollar zum Jahresumsatz bei.

In der Ukraine und in Russland erzielt Syngenta jeweils weniger als zwei Prozent des Jahresumsatzes, ergänzte der Sprecher. Der Krieg macht derzeit die Landwirtschaft in vielen Teilen der "Kornkammer" unmöglich. Etwa 400 Millionen Menschen sind von Russland und der Ukraine abhängig, da diese Länder eine wichtige Rolle in der globalen Lebensmittelversorgungskette spielen.

Börsenpläne auf Kurs

An den Plänen für einen Börsengang am STAR Market in Shanghai noch in diesem Jahr wird festgehalten. "Wir sind zuversichtlich, unseren ursprünglichen Zeitplan einhalten zu können", sagte der Firmensprecher zu AWP. Der Zeitplan sieht einen Börsengang innerhalb von 5 Jahren nach der Übernahme durch Chemchina vor.

Syngenta war im Jahre 2000 aus der Fusion der Agroaktivitäten von Novartis und der britischen AstraZeneca entstanden. Das Unternehmen war bis zur Übernahme durch Chemchina im Jahre 2017 an der Schweizer Börse kotiert. Zwei Jahre vorher hatten die Basler einen Übernahmeversuch von Monsanto noch abgewehrt. Der US-Konzern wurde danach von Bayer geschluckt.