Givaudan hat auch 2022 mehr Umsatz gemacht. Im Schlussquartal verlor der Aromen- und Duftstoffhersteller aber weiter an Schwung und die Profitabilität litt unter höheren Kosten. Unter dem Strich resultiert dennoch ein etwas höherer Gewinn.

Der Umsatz stieg um 6,5 Prozent auf 7,12 Milliarden Franken. Organisch, also ohne Zu- und Verkäufe sowie um Währungseinflüsse bereinigt, lag das Wachstum bei 5,3 Prozent zu, wie der Hersteller von Aromen und Duftstoffen für Esswaren, Haushalts- und Pflegeartikel am Mittwoch mitteilte.

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Damit blieb das organische Wachstum oberhalb der mittelfristig angestrebten Bandbreite von 4 bis 5 Prozent. Zum Jahresende verlor Givaudan aber an Schwung und wuchs im vierten Quartal organisch nur noch um 2,9 Prozent.

Das operative Umfeld sei «äusserst schwierigen» und durch höhere Produktionskosten und Beeinträchtigungen der Lieferkette bestimmt gewesen, heisst es im Communiqué.

Profitabilität tiefer

Ein grosser Teil des Wachstums ist zudem auf Preiserhöhungen als Folge der steigenden Kosten zurückzuführen. Trotz der Weitergaben belasteten die höheren Kosten die Profitabilität. Die Betriebsgewinn (EBITDA) ging um 0,4 Prozent auf 1,48 Milliarden zurück. Die entsprechende Marge sank auf 20,7 von 22,2 Prozent.

Unter dem Strich blieb ein um 4,2 Prozent höherer Gewinn von 856 Millionen. Den Aktionären winkt eine um ein auf 67 Franken erhöhte Dividende je Aktie.

Die Prognosen der Analysten wurden damit beim Umsatz und beim organischen Wachstum verfehlt. Auch die EBITDA-Marge lag unter den Erwartungen, der Reingewinn allerdings leicht darüber.

Ihre Mittelfristziele hat die Gruppe wie erwartet bestätigt. Givaudan will organisch 4 bis 5 Prozent pro Jahr und damit schneller als der Markt wachsen. Zudem soll die Free-Cashflow-Rendite gemessen an den Verkäufen über 12 Prozent liegen.

(awp/mth)