Der Vergleichsdienst Comparis reagiert auf die jüngste Medienschelte und nimmt das eigene Produkteportfolio gründlich unter die Lupe. Es soll auf das «Kundenversprechen der Neutralitätsgarantie» durchleuchtet werden.

Anfang Januar hatte der «Tages-Anzeiger» aufgedeckt, dass Comparis bei Kombi-Angeboten für Internet, Festnetz und Handy seinerzeit nur Partner-Unternehmen für die Preisvergleiche berücksichtigte.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

Recherchen stellen «Neutralitätsgarantie» in Frage

Der Solothurner Anbieter Solnet etwa, der keine bezahlte Partnerschaft mit dem Vergleichsdienst eingehen wollte, wurde laut «Tages-Anzeiger» nicht mehr in den entsprechenden Comparis-Vergleich integriert. Das wurde inzwischen rückgängig gemacht, erklärte Comparis am Dienstag in einem Communiqué.

Der Vergleichsdienst hält in seiner auf der Website publizierten «Neutralitätsgarantie» fest, dass Angebote und Produkte «unabhängig von einer Zusammenarbeit mit comparis.ch in die Vergleiche aufgenommen» würden.

Comparis-Gründer Richard Eisler: «Das darf nicht sein»

«Das Comparis-Markenversprechen wurde nicht konsequent eingehalten. Das darf nicht sein», liess sich Comparis-Gründer Richard Eisler in der Mitteilung zitieren. Er habe daher den Konzernchef mit einer systematischen Überprüfung aller 25 Produkte mit rund 500 abgebildeten Unternehmen beauftragt. 

Ob die Transparenz des Kundenversprechens gewährleistet ist - oder wo Anpassungen nötig sind - wird nun eine externe Prüfung zeigen. Deren Ergebnisse sollen laut der Mitteilung bis Anfang Februar vorliegen.

(awp/gku)