Von der Gesamtmenge machte das für Sägereien bestimmte sogenannte Stammholz 2,5 Millionen Kubikmeter aus, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte. Die geschlagene Menge dieses Holzes nahm gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozent zu.

40 Prozent der Ernte oder 2 Millionen Kubikmeter entfielen auf Energieholz. Bei ihm stieg die Erntemenge um zwei Prozent. Hinzu kamen 0,5 Millionen Kubikmeter Industrieholz, das seinen Anteil bei zehn Prozent stabil hielt.

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Die Zunahme der Erntemenge um vier Prozent ist die zweite Steigerung in Folge. Letztmals wurde 2018 und 2012 gleich viel Holz geschlagen. Hauptsächlich stammte das Holz mit einem Anteil von 69 Prozent von Nadelbäumen.

Mehr Holz zum Heizen

Fast zwei Drittel des gesamten geschlagenen Holzes war in Wäldern im öffentlichen Besitz gewachsen, der Rest in privaten Wäldern. Die Waldflächen der Schweiz gehören demgegenüber zu 71 Prozent der öffentlichen Hand und zu 29 Prozent Privaten.

Das Energieholz hat in den vergangenen Jahrzehnten gemäss dem BFS an Bedeutung gewonnen. Noch vor 20 Jahren lag sein Anteil bei 20 Prozent. Die Zunahme lässt sich auf die Hackschnitzel für grosse Holzheizungen zurückführen. Die Nachfrage ist jeweils von den Wintertemperaturen abhängig.

Während sich wegen des Heizens der Anteil des Stammholzes für Sägereien verringerte, blieb der Anteil des Industrieholzes über die Jahre bei zehn Prozent stabil, obwohl die meisten Verarbeiter die Produktion in dem Zeitraum eingestellt hatten.

Cheminée in unsicheren Zeiten

Beim Energieholz produzieren die Schweizer Forstbetriebe mit 63 Prozent mehr Hack- als Stückholz. Allerdings stieg das Volumen beim Stückholz 2021 gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent um beim Hackholz lediglich um 0,5 Prozent. Das BFS führt das auf die zunehmende Unsicherheit bei der Energieversorgung zurück, welche die Nachfrage nach Stückholz für Kaminfeuer oder kleinere Holzöfen steigen liess.

Die 656 Holzbetriebe im Land nahmen 2021 zusammen 583 Millionen Franken ein. 590 Millionen Franken gaben sie aus. Damit reduzierte sich das Defizit von 44 Millionen Franken im Vorjahr auf 7 Millionen 2021. Grund dafür sind die gestiegenen Holzpreise, die gemäss Fachleuten wieder auf einem normalen Niveau liegen.