Europäische Massnahmen dürften die verflochtenen Liefer- und Wertschöpfungsketten nicht beeinträchtigen. Zusammenarbeit und Vertrauen müssten unter Gleichgesinnten gestärkt werden - dies sei sei angesichts der geopolitischen Lage dringend nötig, sagte Parmelin als diesjähriger Gastgeber des traditionellen Treffens vor den Medien. Gemeinsam wolle man darum die wirtschaftliche Sicherheit und Resilienz Europas stärken. Und die Schweiz sei Teil der europäischen Lösung - man müsse global denken.

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Deutschlands Wirtschaftsministerin Katherina Reiche betonte ebenfalls die Gemeinsamkeiten der vier Länder, darunter die Werte und die Sprache. Doch auch mit neuen Partnern ausserhalb Europas sollten Abkommen abgeschlossen werden, dabei nannte sie das Mercosur-Abkommen sowie die Golfstaaten als mögliche Partner. «Das Gebot der Stunde ist nicht 'Made in EU' sondern 'Made with EU'», so Reiche.

Binnenmarkt endet nicht an EU-Grenze

Österreichs Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer schlug in die gleiche Kerbe - Zusammenarbeit in Europa und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit sei die Antwort gegen Wirtschaftsmächte wie die USA und China. Man solle «mit der Kraft des Binnenmarktes» auf die Herausforderungen antworten.

Doch der Binnenmarkt ende nicht an der EU-Grenze. In diesem Sinne begrüsse er die Verhandlungen mit der Schweiz. Weiter betonte er, die Schwäche der USA solle man als Vorteil für Europa herausschlagen. Diversifizierung sei vonnöten, darum sollten neue Handelsmärkte erkundet werden.

Gerade in Zeiten globaler Unsicherheit komme einer verstärkten Wachstumsdynamik und Wettbewerbsfähigkeit eine besondere Bedeutung zu, hiess es in einer Mitteilung. Mögliche Massnahmen für dieses Ziel seien nebst der Beseitigung von Handelshemmnissen Bürokratieabbau und De-Regulierung. Das jährliche traditionelle Vierertreffen der Wirtschaftsministerinnen und -minister deutschsprachiger Länder fand dieses Jahr zum 50. Mal statt.