Eine neue Job-Ernennung, die durch ­einen VR-Präsidenten oder den CEO bekannt gegeben wird: normal. Etwas aussergewöhnlicher ist der Mann, der Cern-Chefin Fabiola Gianotti dieser Tage für eine neue Aufgabe ernannt hat. Der Mann ist: der Papst.

Die italienische Physikerin Gianotti ist demzufolge neu Teil der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften. Dieser vom Papst handverlesene Kreis widmet sich dem Studium neuer Entwicklungen in der Mathematik und den Naturwissenschaften sowie den damit verbundenen erkenntnistheoretischen Fragestellungen.

Die päpstliche Ernennung ist auch deshalb bemerkenswert, weil Gianotti, eine Römerin, die erste Frau an der Spitze der mehr als sechzig Jahre alten Papst-Akademie ist. Die Teilchenphysikspezialistin Gianotti leitet das Cern in Meyrin bei Genf seit 2016. (ag)

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