Wer an diesem Haus in Seattle vorbeispaziert, dürfte dem Gebäude wenig Beachtung schenken. Denn von vorne wirkt das Haus wie ein ganz normales Gebäude im spanischen Kolonialstil. Für Verblüffung sorgt allerdings die Seitenansicht. Denn das Tiny House ist an seiner schlankesten Stelle lediglich sechs Fuss, also rund 1,80 Meter, breit. An seiner dicksten Stelle kommt es auf rund vier Meter.

Mit einer Länge von 56 Fuss (17 Meter) bietet das Häuschen also nicht einmal 50 Quadratmeter Platz. Entworfen wurde es im Jahr 1925. Wie es zu seinem ungewöhnlichen Grundriss kam, ist nicht endgültig geklärt. Laut Gerüchten überliess ein Ehemann nach seiner Scheidung seiner Frau das schmale Grundstück, in der Hoffnung, dass sie mit dem Grünstreifen nicht viel anfangen könne. In einer anderen Version der Geschichte verkaufte ein Nachbar das Grundstück, da er davon ausging, dass es nicht bebaut werden könne. Wer auch immer das schlanke Stück Land abtrat: er dürfte nicht schlecht gestaunt haben.

Denn in dem Tiny House haben zwei Schlafzimmer, zwei Badezimmer, ein 11,5 Quadratmeter grosses Wohnzimmer und eine hübsche kleine Küche Platz.

2014 kaufte es der Architekt Lehm Wallace für 375'000 Dollar (358'000 Franken), da er laut eigener Aussage dem Charme des Mini-Hauses nicht widerstehen konnte. Trotzdem hat sich Wallace entschlossen, das Tiny House wieder zum Verkauf anzubieten — zu einem Verkaufspreis von 499'000 Dollar (477'000 Franken).

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Der Text erschien zuerst bei unserer Schwester-Publikation «Business Insider Deutschland» unter dem Titel «Dieses Tiny House ist nicht mal zwei Meter breit - und kostet trotzdem eine halbe Million».