Der Fifa-Geschäftsbericht, der jeweils nach dem Fifa-Kongress publiziert wird, birgt viel Schulterklopfen und Beweihräucherung, von Spielern und Funktionären. Aber es gibt im hinteren Zahlenteil auch Informatives. Zum Beispiel: die Löhne der Chefs.

Fifa-Präsident Gianni Infantino verdiente letztes Jahr 2,98 Millionen Franken. Das Grundgehalt betrug 1,9 Millionen, der Rest variabel. Generalsekretärin Fatma Samoura kam total auf 1,6 Millionen. Damit blieben die Löhne der Fifa-Spitze zum Vorjahr stabil.

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Infantino-Vorgänger Sepp Blatter bezog ein Grundsalär von 1,96 Millionen Franken, dazu einen variablen Lohnanteil von 400’000 Franken. Und dann gönnte er sich ab und an noch einen Bonus in Millionenhöhe.

Grosszügig gehalten sind auch die übrigen Geschäftsleitungsmitglieder der Fifa. Die zwei stellvertretenden Generalsekretäre und zehn Divisionsdirektoren kassierten pro Kopf im Schnitt 750 000 Franken.

Teilumzug nach Paris

Verlegung nach Paris: Auf Seite 64 wird auf wenigen Zeilen Brisantes abgehandelt: «Ende 2021 zog die Fifa-Division Mitgliederverbände von Zürich nach Paris», und zwar ins Hôtel de la Marine an der Place de la Concorde. Die Division sei «zentral» für die Fifa, weil sie die Beziehungen zu allen 211 Mitgliederverbänden aufrechterhält.

Die Fifa kehre mit diesem Schritt dorthin zurück, wo sie 1904 gegründet wurde. Bereits letzten Sommer war der Ableger an der Seine eröffnet worden, doch Corona verzögerte den Umzug. Angeblich sollen in Paris heute 100 Mitarbeitende für die Fifa arbeiten. Das historische Gebäude wurde mit Geldern aus Katar renoviert.

Fifa Museum noch immer mit Verlust

Das Fifa Museum in Zürich-Enge zählte letztes Jahr 104’500 Besucherinnen und Besucher. Das ist ein Anstieg, zumal das Museum zeitweise geschlossen war. Finanziell über den Berg ist der Fussball-Tempel, der unter Blatter geplant wurde, noch nicht. Immerhin konnten die Frequenzen erhöht und die Verluste gesenkt werden.