Viele Schweizer werden dieses Jahr ihre Winterferien in den Bergen verbringen. Das bleibt aber ein teurer Spass, und er wird wohl noch ein bisschen teurer. Vielleicht wäre sogar ein Strandurlaub in Dubai oder ein Städtetrip nach New York günstiger- «Die Schweiz gerät als Winterferien-Destination zunehmend unter Druck», schreibt die Bank Cler in einer Analyse, die mit BAK Economics erarbeitet wurde.

Die Erhebung ergab: Skiferien in der Schweiz 2020 werden durchschnittlich um sechs Prozent teurer. Bank nahm Zeitraum im Februar 2020 und errechnete die Preise für verschiedene Zielgruppen wie Familien oder Studenten. Das geschah für 14 Skiregionen, von Flims-Laax über Arosa oder Engelberg bis zu Adelboden oder Verbier

Zusammengerechnet wurden: ein Skipass für 8 Tage; Unterkunft in Ferienwohnung und Hotel; ein Pass für die Skischule; die Miete von Skiausrüstung, Essen und Anreise. 

Gehen Sie für günstige Skiferien nach Airolo

Mit dem Aufkommen von «Dynamic Pricing» lohne es sich, die Skiferien frühzeitig zu buchen – genauso, wie wenn man per Flieger verreist und sich bereits Monate zuvor einen Flug kauft. Obwohl dieses «Dynamic Pricing» günstigere Preise suggerieren könnte, sind die Skipässe ingesamt um fünf Prozent teurer geworden. 

Am günstigen sei ein Skipass in Airolo mit 268 Franken pro Woche, zeigt die ErhebungWobei die Pistenwahl dort eingeschränkt ist. Am teuersten hingegen sind Saas-Fee und Zermatt. Dort kostet ein Pass 487 und 492 Franken. Der Preisunterschied zwischen dem günstigen und dem teuersten Skipass betrage somit über 80 Prozent, schreibt die Bank Cler. Die Erklärung liegt auf der Hand: Wie bei so vielen anderem zahlt man bei namhaften Skiregionen auch einen Aufpreis für den Namen. Da liegt Zermatt natürlich deutlich vor Airolo

Nachfrage steigt, Preise steigen

Der Schweizer Tourismus profitiert zwar von einer steigenden Nachfrage nach Winter-Logiernächten. Das schlägt sich aber auch auf die Preise nieder. Unterkünfte sind um 6,8 Prozent teurer geworden, schreibt die Bank. Dabei stagnieren teure Destinationen wie Verbier, während beispielsweise Adelboden-Lenk «massiv teurer» geworden ist. Die Gemeinde im Berner Oberland ist auch Spitzenreiter bei den Preisen für die Skischule: Dort kostet eine Woche 474 Franken, ein Anstieg um satte 25 Prozent. 

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Was fehlt jetzt noch für den Spass im Schnee? Die Ausrüstung. Wenn man selbst keine Skier besitzt und diese mieten muss, kostet es dieses Jahr ebenfalls einen Tick mehr. Im Schnitt sind die Preise 3,7 Prozent gestiegen. In der Aletsch-Arena sogar um rund zwanzig Prozent. 

Deshalb rät die Bank Cler, die Skier nicht vor Ort, sondern eher in einer Stadt zu mieten. Und ein weiteres Fazit: Mehr denn je zahlt sich frühzeitiges Buchen aus. Und wer früher dran ist, zahlt weniger. 

(tdr)