Dies zeigt eine am Donnerstag veröffentlichte Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes. Der Absatz von Desinfektionsmitteln wuchs um knapp drei Viertel und der von Seife um knapp zwei Drittel. «Die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln und Seife blieb auch während des Sommers, als sich der Absatz von Lebensmitteln weitgehend normalisiert hatte, leicht überdurchschnittlich», hiess es.

Auch die Nachfrage nach bestimmten Lebensmitteln zog in dem untersuchten Zeitraum Mitte Oktober an. So stieg der Absatz von Mehl um 28,4 Prozent, der von Hefe um 34,8 Prozent. Die Verkaufszahlen von Teigwaren wie Nudeln sanken hingegen leicht um 0,2 Prozent.

Alles schon gehabt

Zu Beginn der Corona-Pandemie im März und April war es in einzelnen Supermärkten zu leeren Regalen gekommen. Kunden griffen verstärkt vor allem zu Hygieneartikeln wie Toilettenpapier sowie zu Konserven, Nudeln oder Mehl. Viele Geschäfte erlaubten deshalb nur noch den Kauf haushaltsüblicher Mengen.

«Die Politik und Wirtschaftsverbände sehen die Versorgungslage mit Gütern des täglichen Bedarfs unterdessen als gesichert und appellieren an die Bevölkerung, von 'Hamsterkäufen' abzusehen», betonte das Statistikamt nun.

(awp/tdr)

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