Unzählige Schweizer Kinder sind mit ihnen gross ge­worden, in Süddeutschland geniessen sie Kultstatus, in ihrer Heimat Österreich sowieso: die Neapolitaner Schnitten von Manner.

Jetzt hat der Hersteller, die in Wien börsenkotierte 129-jährige Süsswarenfabrik Josef Manner & Comp AG, erstmals einen auslän­dischen Verwaltungsrat berufen: Die Luzerner Informatikprofessorin Sita Mazumder wurde am 28. Mai in den Aufsichtsrat gewählt, wie das oberste Strategiegremium in Österreich heisst. Dort soll sie sich ­hauptsächlich mit den Themen ­Digitalisierung und nachhaltig erfolgreiche Geschäftsmodelle in der digitalen Welt befassen.

Manner setzte letztes Jahr mit Waffeln, Keksen, Schokolade und Kakaopulver 210 Millionen Euro um, ein leichtes Plus gegenüber den schwierigen Vorjahren.

Bereits mehrere Mandate

«Das Mandat ist für mich ein Traum: Wien, Schokolade und ein spannender und schöner Familienbetrieb, dazu noch börsennotiert», sagt Sita Mazumder. Den Kontakt stellte der Wiener Headhunter Josef Fritz her.

Die 49-jährige Schweizerin mit französischen und indischen Wurzeln sitzt bereits in mehreren ­Gremien: bei der Restaurantkette Hiltl, beim Zürcher World Web ­Forum und bei der Clientis AG, die für die gleichnamige Regionalbankengruppe unter anderem die IT-Dienstleistungen erbringt.

Bei der Eidgenössischen Elektrizitätskommission (ElCom) präsidiert Mazumder den Ausschuss «Preise und Tarife». Akademisch bekannt wurde sie als Professorin für Wirtschaft und Banking am Institut für Finanzdienstleistungen Zug (IFZ). Seit drei Jahren konzentriert sie sich auf das Thema künstliche Intelligenz an der Hochschule Luzern – «zurück zu den Wurzeln», sagt die einstige ETH-Informatikerin.

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