Er war Spitzenpolitiker in Deutschland, Geschäftsführer des World Economic Forum (WEF) und Leiter der Stiftung des chinesischen HNA-Konzerns: Mit 47 Jahren kann Philipp Rösler ­bereits eine wechselvolle Karriere vorweisen, die er nach seinen Prestige-­Ämtern ­weiter fortsetzt.

Seit eineinhalb Jahren engagiert sich Rösler als Multiverwaltungsrat in verschiedenen Unternehmen und Startups. Jetzt hat er sein eigenes Unternehmen gegründet, die Consessor AG in Zug.

Mit dieser Schweizer Gesellschaft berät Rösler, ­unterstützt von einer Mitarbeiterin, ­europäische Firmen bei ihrer Expan­sion nach Südostasien und dortige ­Firmen beim Gang nach Europa.

Rösler als Brückenbauer

Der Ex-Politiker fungiert so also als eine Art Brückenbauer aus der Schweiz bis nach Fernost, wie er auch selber sagt: «Ich will eine Brückenfunktion einnehmen zwischen dem deutschsprachigen Raum und Südostasien

Ich habe mich in die Schweiz ­verliebt.Für den ­studierten Medi­ziner ist es eine Rückkehr zu den Wurzeln: Rösler wurde in Vietnam geboren und als Baby adoptiert. Sein Geburtsland hat er erst als ­Erwachsener wiederentdeckt – und schätzen gelernt: Vietnam durchlaufe eine «ganz spannende Entwicklung» und habe eine sehr dynamische Wirtschaft.

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«Ich habe mich in die Schweiz ­verliebt.»

Trotz dieser Begeisterung für Asien will Rösler der Schweiz treu bleiben: «Ich habe mich in die Schweiz ­verliebt.» Die beiden elfjäh­rigen Töchter hätten inzwischen länger hier gelebt als in Deutschland – und seine Frau habe eine interessante Anstellung in ­einem Spital.

«Diesen Sommer waren wir Norddeutsche sogar das erste Mal wandern in den Schweizer Bergen», verrät Rösler.

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