Das Robotaxi-Rennen hat auch hierzulande längst begonnen. Tech-Riesen aus den USA und China arbeiten mit Hochdruck an Fahrdiensten ohne Chauffeur für Europa – und die Schweiz steht oft im Fokus. Jüngstes Beispiel: Uber will Zürich mit Robotaxis erobern. Der US-Fahrdienst-Riese plant, dass in der Limmatstadt bis Ende 2026 erste selbstfahrende Autos in seiner App buchbar sind.

Dafür spannt Uber mit der chinesischen Robotaxi-Firma WeRide zusammen, die im Kanton Zürich über eine Lizenz für den Betrieb von fahrerlosen Taxis verfügt. Derzeit läuft ein Test von WeRide zusammen mit den SBB und dem Swiss Transit LAB im Furttal und den Aargauer Gemeinden Würenlos und Killwangen – aber noch mit einem Fahrer. Erste Fahrten ohne Chauffeur sollen in der ersten Jahreshälfte 2026 starten.

Partner-Inhalte
 
 
 
 
 
 

Bald Postautos ohne Fahrer?

Auch Postauto Schweiz testet derzeit selbstfahrende Autos. Der Testbetrieb in der Ostschweiz erfolgt ebenfalls noch mit Sicherheitsfahrern und zudem ohne Fahrgäste. Regulär sollen die automatisiert fahrenden Autos ab dem ersten Quartal 2027 zum Einsatz kommen. Die Autos für das Projekt namens «AmiGo» stammen von der chinesischen Firma Apollo Go, einer Tochter des Tech-Riesen Baidu. Der Suchmaschinen-Gigant aus Fernost hegt eigene Pläne für den europäischen Markt. Im August 2025 gab er bekannt, eine Robotaxi-Offensive in der Schweiz zu starten. Bereits in diesem Jahr sollen Baidu-Robotaxis auf Schweizer Strassen unterwegs sein – jedoch eher in ländlichen Gebieten, also nicht in Zürich.

Die Google-Schwesterfirma Waymo, die beim autonomen Fahren als führend gilt, plant ebenfalls die Europa-Expansion. Der Start soll 2026 in London erfolgen. Währenddessen hat Elon Musk (54) Tesla Ende Januar ebenfalls auf eine Zukunft mit Robotaxis eingeschworen – und dafür die Modelle S und X beerdigt. Und auch der Chip-Gigant Nvidia hat kürzlich angekündigt, mit seiner KI-Expertise das Geschäft mit selbstfahrenden Autos aufmischen zu wollen.

Der Aufbau eines Robotaxi-Angebots in einem neuen Land ist gross: Dafür müssen die Fahrzeuge die länderspezifischen Markierungen, Leitplanken und Verkehrsschilder erlernen. Viele Experten sehen im autonomen Fahren aber die Zukunft. Nicht zuletzt, weil selbstfahrende Autos sicherer sind als menschliche Fahrer.