Je älter man wird, desto besser versteht man, dass man nochmals älteren Menschen besser Verbrauchsgüter schenkt und keine Bücher oder Staubfänger – die lebenslange Nachverdichtung unserer Wohnungen und Häuser gebietet das, von Geschmacksfragen ganz zu schweigen. So bringt man gern eine «gute Flasche», nachdem Briefpapier völlig aus der Mode gekommen ist, und sich Duftkerzen auf dem besten Wege dorthin befinden.

Florian Schmidt-Gabain allerdings ist nicht alt, ganz im Gegenteil: Er ist der jüngste in diesem Rahmen vorgestellte Sammler. Und trotzdem freut er sich über die gute Flasche, solange sie denn sammelwürdigen Champagner enthält. Wobei sich die Frage stellt, ob man Alkoholika wirklich sammeln kann oder ob es sich in Wirklichkeit nicht doch um eine kultiviert verbrämte Version der Vorratshaltung handelt. Oder die elegante Bezeichnung für ein flüssiges Investment-Portfolio?