Die Weinwelt ist in Bewegung – so dynamisch wie vielleicht noch nie. Auf dem 300-Milliarden-Markt tummeln sich neue Macherinnen und Macher, die der Weinwelt ihren Stempel aufdrücken. Neue Techniken sorgen dafür, dass man fast in jeder Region der Welt passable Weine hinkriegt.

Potente Grossinvestoren kaufen sich auf dem klein strukturierten Weinmarkt neue Imperien zusammen. Junge Winzer und zunehmend auch junge Winzerinnen testen die Nischen aus, mit neuen Innovationen wie Pét-Nats (natürliche Schaumweine aus Flaschengärung) oder Orange Wine (Weissweine, die wie Rotweine mit den Schalen vergoren werden). Und die Umstellung auf biologischen Weinbau hat eben erst begonnen.

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Zudem wollen sich viele Investoren mangels lukrativer Alternativen mit Wein eindecken. Klar, wenn Aktien ausgereizt, Anleihen im Keller und gute Immobilien nicht mehr zu haben sind, können sich auch Private für Château Mouton Rothschild, Lafitte oder Romanée-Conti erwärmen.

Und wie sagt es Bordeaux-Guru René Gabriel so schön doppeldeutig: Mit «Bordeaux im Keller ist man immer liquide». Heisst: Wenn die Preise schon nicht abgehen, hat man immerhin was zu trinken im Haus.