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Robert Buchbauer
Quelle: ZVG

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Da half selbst das Effizienzprogramm nicht. Die Kristallwelt war wegen des um 17 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro eingebrochenen Umsatzes schon letztes Jahr getrübt. Nun hat sie sich aber richtig eingedunkelt, zumal obendrein der seit Langem schwelende Familienzwist offen ausgebrochen ist. Für 2020 wird erneut mit einem «deutlichen Umsatzrückgang» gerechnet, wie die Swarovski-Gruppe mitteilte. Organisation und Geschäftsmodell werden reorganisiert, weit über 1000 Stellen von insgesamt rund 30'000 Arbeitsplätzen fallen weg. «Diese Transformation ist für den erfolgreichen Weiterbestand von Swarovski essenziell», sagte der an der Zürcher Goldküste wohnende CEO und Gründer-Ururenkel Robert Buchbauer (54). 

Von der Zentrale in Männedorf aus lenkt er zusammen mit seinem Cousin Mathias Margreiter (48) die internationale Konsumgütersparte, die 75 Prozent des Geschäfts ausmacht. Am eigentlichen Hauptsitz im österreichischen Wattens fürchten nun 8 der rund 70 stimmberechtigten Gesellschafter eine Aushöhlung der Firma. In einem Brief an die Mitarbeiter schreiben sie, dass derzeit eine «interne feindliche Schweizer Übernahme», stattfinde. Sie fürchten, dass Buchbauer noch mehr Geschäftstätigkeiten in die Schweiz verlagert, und fordern, dass die Swarovski-Leitung «zur Vernunft kommen» müsse. Längst haben sich viele der 200 Mitglieder des Swarovski-Clans in der Schweiz niedergelassen. Im Verwaltungsrat sitzt etwa die in Oberägeri ZG wohnende Marina Giori Lhota (75), die Gründer-Urenkelin und zweitgrösste Aktionärin nach ihrem Bruder Gernot Langes-Swarovski (77). 

(Stand: November 2020)
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