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Fabrizio Gilardi, Prof. Dr., Ordinarius am Institut für Politikwissenschaft Zürich am Freitag (29.3.2019) im IPZ in Zürich. Foto: Flurin Bertschinger
Quelle: Flurin Bertschinger

PersonFabrizio Gilardi

Dass ein Politologe mit Digitalisierung in Verbindung gebracht wird, ist auf den ersten Blick überraschend. Nicht aber, wenn man Fabrizio Gilardis (45) akademisches Wirken näher betrachtet. Der Tessiner hat an der Universität Zürich das 2018 gegründete Digital Democracy Lab aufgebaut. Seither tritt er immer öfters in den Medien als Experte zum Thema digitaler Wahlkampf auf – eines der Kernthemen, zu denen das Lab forscht. Studiert hat Gilardi in Genf, promoviert in Lausanne, und nach einem Forschungsaufenthalt in Harvard bekam er 2008 bereits mit 34 Jahren eine Professur in Zürich. Dort will er nun eine internationale Kooperation von Wissenschaftlern etablieren, um gemeinsam eine Infrastruktur für Forschungsprojekte aufzubauen. «Es ist schade, dass momentan viele Daten verloren gehen, weil Forschergruppen für ihr spezifisches Projekt eine Infrastruktur zur Datenerhebung errichten, diese danach aber keine Anwendung mehr findet», sagt er. Das soll sich ändern. Und dies kam ihm schon zugute. So konnte er etwa zur politischen Corona-Debatte in den sozialen Medien unkompliziert und rasch eine Auswertung erstellen.

In einem kommenden Forschungsprojekt will er nun analysieren, wie das Thema Digitalisierung in der amerikanischen und europäischen Politik wahrgenommen wird. Ein brandaktuelles Thema, mussten doch jüngst die CEOs der grossen US-Techkonzerne zur Anhörung im Kongress antraben.

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