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Andre Hoffmann
Quelle: ZVG

PersonFamilien Hoffmann und Oeri

Der Basler Pharmakonzern Roche zeigt sich in blendender Verfassung. Unsicherheiten, ob und in welchem Umfang die drei wichtigsten, den Patentschutz verlierenden Krebsmedi­kamente MabThera, Avastin und Herceptin ersetzt werden können, sind weitgehend verflogen. Die Zahlen, die Roche im Lauf des Jahres vorlegte, deuten auf eine starke Nachfrage nach neuen Präparaten und einen gelungenen Umbau des Pharma­portfolios hin. Für die ersten neun Monate meldete das Unternehmen ein zweistelliges Umsatzwachstum, so viel wie seit zehn Jahren nicht mehr. Es wurde massgeblich von neuen Medikamenten getragen, namentlich Ocrevus gegen Multiple Sklerose, Helimbra gegen die Bluterkrankheit und die Krebsmittel Perjeta und ­Tecentriq. Sie erzielen bereits ­Milliardenumsätze.  

Gleich dreimal hat die Konzernleitung die Jahresprognose erhöht. Prompt stieg der Aktienkurs auf Rekordwerte, dies zur Freude der Basler Besitzer­familien Hoffmann und Oeri, die das Unternehmen mit 50,1 Prozent der Stimmen und 9,3 Prozent des Kapitals kontrollieren. Zwischenzeitlich erreichte der Roche-Konzern an der Börse einen Wert von 250 Milliarden Franken. 

Der Gewinn wurde noch vor dem Jahresende verteilt: Schon Mitte Oktober gab der Verwaltungsrat, in dem André Hoffmann als Vizepräsident die Interessen der Familie vertritt, eine neuerliche Dividendenerhöhung bekannt. Es ist die 33. Erhöhung in Serie und wird den Eigentümern rund 750 Millionen Franken in die Kasse spülen. Ein verheissungsvoller Einstand für Jörg Duschmalé, den Sohn von Sabine Oeri, der nach der Generalversammlung 2020 als erster Vertreter der fünften Generation im Verwaltungsrat Einsitz nehmen wird.

 

(Stand: November 2019)

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