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André Hoffmann
Quelle: Lukas Lienhard

PersonFamilien Hoffmann und Oeri

Dieses Jahr zog für einmal nicht die Pharmasparte von Roche die grösste Aufmerksamkeit auf sich, sondern die zweite Kerndivison: die Diagnostiksparte. Der mit Corona verbundene Imperativ «Testen, testen, testen» verlieh dem wenig glamourösen Geschäft mit Testgeräten eine ganz neue Dynamik. Roche war das erste Unternehmen, das einen molekularen Test zur Diagnose von Covid-19-Infektionen anbot. Weitere Verfahren kamen hinzu, etwa ein Schnelltest, der nach 15 Minuten Resultate liefert. Corona gab aber auch der Pharmasparte neue Impulse. So spannt der Konzern bei der Lancierung eines neuen Corona-Medikaments mit dem US-Unternehmen Regeneron zusammen. Und das bereits zugelassene und gegen Arthritis eingesetzte Medikament Actembra erwies sich in einer Studie als wirksam in der Behandlung von Patienten, die an Corona-bedingter Lungenentzündung leiden.

Der Pharmakonzern hat mit seinem Engagement zur Bekämpfung von Covid-19 viele Sympathien gewonnen und seine Reputation bei den Gesundheitsbehörden auf der ganzen Welt gestärkt. Der allgemeine Geschäftsverlauf konnte vom Corona-Boom jedoch nicht profitieren: Er wurde durch die rückläufigen Arzt- und Spitalbesuche eher gedämpft.

Roche wird von den Basler Familien Oeri und Hoffmann kontrolliert: Die Erben halten 50,1 Prozent der stimmberechtigten Inhaberaktien. Im Frühling trat mit Jörg Duschmalé (36) der erste Vertreter der fünften Generation in den Verwaltungsrat ein, in dem André Hoffmann seit 2006 Vizepräsident ist. Mit der Wertentwicklung ihres Aktienbesitzes kann die Familie mehr als zufrieden sein: Die Inhaberaktie erreichte auf dem Höhepunkt der Corona-Krise einen neuen Rekordstand.

(Stand: November 2020)

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