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Portrait de José Demetrio, directeur de Geosatis, Le Noirmont 22.08.18
Quelle: ZVG

PersonJosé Demétrio

Vom Kanton Jura aus versucht José Demetrio (42), den Strafvollzug zu revolutionieren. Seine Firma Geosatis stellt eine elektronische Fussfessel her, die dank der Unterstützung von vier Satellitensystemen bisher unerreichte Sicherheit bieten soll. Damit will Demetrio nicht nur die Zahl der Gefangenen weltweit verringern, sondern auch die Justizsysteme finanziell entlasten. Während ein Gefangener den Staat in der Schweiz im Jahr über 130 000 Franken kostet, ist die Geosatis-Lösung für 15 bis 25 Franken am Tag zu haben. Doch besonders wichtig ist für Demetrio der humanitäre Aspekt: Mit einer Fussfessel kann der Straftäter Zeit mit der Familie verbringen, arbeiten und einen  positiven Beitrag zur Gesellschaft leisten.

Die Idee für das Projekt kam dem Gründer in einem Gespräch mit dem Direktor des notorisch überbelegten Genfer Gefängnisses Champ-Dollon. 2011 wurde die Firma als Spin-off der EPFL gegründet. Inzwischen wird das Band von Geosatis in zehn Kantonen eingesetzt, die Firma ist seit 2015 exponentiell gewachsen. Global sind mehrere tausend Schweizer Tech-Fesseln in Betrieb.

Kein Wunder: Der Markt ist riesig, weltweit werden über elf Millionen Menschen in Gefängnissen festgehalten – viele von ihnen sind ungefährlich und könnten Fussfesseln tragen. Diese waren indes bisher oft unsicher oder unangenehm für den Straftäter. Der erfahrene Sicherheitstechniker und ehemalige Siemens-Projektleiter Demetrio ist auf dem Weg, der Technologie zum Durchbruch zu verhelfen.

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