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Paulina Grnarova
Quelle: PD

PersonPaulina Grnarova

Bis vor Kurzem hatte Paulina Grnarova nicht viel mit dem Rechtswesen zu tun. Seit diesem Frühling beschäftigt sich die 30-Jährige fast pausenlos mit diesem Gebiet – seit sie mit drei Partnern in Zürich DeepJudge gegründet hat. Das Start-up hat zum Ziel, die Arbeit von Anwältinnen und Anwälten sowie anderen Rechtsexperten interessanter zu machen, indem es Software entwickelt, die Routinetätigkeiten automatisiert. Es geht um die unzähligen Dokumente, die in der Juristerei so wichtig sind: Gesetzestexte, Verträge, Korrespondenz und Rechtsschriften. Hier kommt nun die Technologie des Start-ups zum Einsatz: Das Programm durchforstet Dokumente, fasst wichtige Punkte zusammen und schwärzt Passagen ein. Das Kunststück gelingt dank künstlicher Intelligenz. Und auf diesem Gebiet kennen sich Grnarova und ihre Mitstreiter bestens aus: Sie studierten und lehrten KI an der ETH Zürich, Grnarova sammelte zusätzlich Erfahrung als Forscherin bei Google Brain, der KI-Abteilung des Konzerns. «Von meinem technischen Wissen profitierte ich sehr», sagt die Nordmazedonierin, die als CEO der Jungfirma nun vor allem Managerin ist. Die Software von DeepJudge soll noch dieses Jahr auf den Markt kommen. Mehrere grosse Anwaltskanzleien helfen bei der Entwicklung mit. Einmal fertiggestellt, soll sie auch in Firmen, Gerichten oder Behörden zum Einsatz kommen. Als junge KI-Wissenschaftlerin, die ihr eigenes Start-up gründet, sticht Paulina Grnarova heraus – in beiden Domänen sind Männer deutlich übervertreten. Sie will Frauen dazu inspirieren, einen ähnlichen Weg einzuschlagen. «Ich möchte gerne ein Vorbild sein.»

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