Die Business-Idee

Wolfpak ist ein KI-basierter Coach, der speziell für junge Führungskräfte entwickelt wurde. «Die Führung ist eine völlig andere Fähigkeit als Projektmanagement. Unsere Plattform bietet personalisierte Lernpfade, basierend auf einem von Wissenschaftlern entwickelten Assessment», erklärt Diana Engetschwiler. Wolfpak kombiniert Podcasts, TED-Talks und interaktive Elemente, um das Lernen spannend zu gestalten. Der AI-Leadership-Bot bietet zudem sofortige Unterstützung bei akuten Problemen. Engetschwiler betont: «Die Individualisierung des Lernens ist der Schlüssel. Unsere Plattform ermöglicht es Führungskräften, in ihrem eigenen Tempo und auf ihre eigenen Bedürfnisse abgestimmt zu lernen.» Durch den Einsatz moderner Technologien und Algorithmen stellt Wolfpack sicher, dass jede Lernreise einzigartig und effektiv ist. Der Fokus liegt dabei immer auf praxisnahen Inhalten, die direkt im Arbeitsalltag angewendet werden können.

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Die Gründerinnen

Hinter Wolfpack stehen Diana Engetschwiler und Katia Murmann. Engetschwiler hat in Boston studiert und dort die Idee für Wolfpak entwickelt: «Nach einem halben Jahr Studium habe ich gemerkt, wie wenig ich eigentlich noch weiss. Da kam mir die Idee, eine App zu entwickeln, die mich auf meinem Weg zur Führungskraft begleitet.» Beide Gründerinnen bringen wertvolle Erfahrungen aus verschiedenen Branchen mit, etwa aus dem Medienbereich. Diana Engetschwiler war zuvor bei der Fifa und bei Digital Switzerland tätig; Katia Murmann ist Verwaltungsrätin und ehemalige Chefredaktorin. Ihre unterschiedlichen Erfahrungen ergänzen sich und tragen zur Vielfalt und Stärke des Unternehmens bei, sagt Engetschwiler. Beide teilen eine gemeinsame Vision: die Ausbildung von Führungskräften zu revolutionieren und sie auf die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt vorzubereiten.

Das Kapital

Wolfpak ist bislang selbstfinanziert. Engetschwiler und Murmann haben ihre Ersparnisse investiert, um zu zeigen, dass sie voll und ganz hinter ihrem Projekt stehen. «Wir suchen Investorinnen und Investoren, die wirklich an unsere Mission glauben und uns unterstützen wollen», sagt Engetschwiler. Ziel ist, 300’000 Franken zu akquirieren, um das Produkt weiterzuentwickeln und zu vermarkten. Das eingesammelte Kapital soll auch in die Erweiterung des Teams und die Verbesserung der Technologie fliessen. Engetschwiler betont die Bedeutung von strategischen Partnerschaften: «Wir wollen nicht nur finanziellen Support, sondern auch Know-how und Zugang zu Netzwerken.» Der Weg zur Finanzierung war bisher nicht einfach, aber das Gründerteam ist zuversichtlich, die richtigen Partner zu finden. Langfristig strebt Wolfpak an, durch Einnahmen aus Abonnements und Lizenzen finanziell unabhängig zu werden.

Der Markt

Der Bedarf an effektiven Führungs- und Weiterbildungstools ist gross. Junge Führungskräfte stehen oft vor der Herausforderung, schnell neue Fähigkeiten erlernen zu müssen. «Viele Firmen haben schon Material über Leadership, aber es fehlt oft an einer strukturierten und zugänglichen Plattform», sagt Engetschwiler. Wolfpak richtet sich sowohl an Einzelpersonen als auch an Unternehmen, die ihre internen Trainingsprogramme optimieren möchten. Der Markt für E-Learning und digitale Weiterbildung wächst stetig und bietet enormes Potenzial. Insbesondere in Zeiten von Remote-Arbeit und flexiblen Arbeitsmodellen steigt die Nachfrage nach digitalen Lösungen. Wolfpack sieht sich hier als Vorreiter und Innovator.

Die Chance

Die Digitalisierung hat die Art und Weise, wie wir lernen und arbeiten, grundlegend verändert. Engetschwiler sieht in der KI grosse Chancen: «Bald könnte die AI uns sehr viel abnehmen und uns ermöglichen, uns auf unsere Leidenschaften zu konzentrieren.» Wolfpak möchte dabei helfen, Führungskräfte optimal auf ihre Rolle vorzubereiten, und ihnen die Werkzeuge in die Hand geben, die sie benötigen, um erfolgreich zu sein. Die KI-Technologie von Wolfpack könnte in Zukunft noch weiter ausgebaut werden, um beispielsweise emotionale Intelligenz und Softskills zu fördern. Engetschwiler sieht in der Weiterentwicklung der KI auch die Möglichkeit, personalisierte Coaching-Sessions anzubieten. «Unser Ziel ist, die menschliche und technische Seite der Führung nahtlos zu verbinden», erklärt sie. Dies eröffnet neue Wege, wie Führungskräfte in Echtzeit auf ihre spezifischen Herausforderungen reagieren und kontinuierlich wachsen können. Wolfpak hat ambitionierte Ziele. «In fünf Jahren sind wir die Software für junge Führungskräfte weltweit», sagt Engetschwiler selbstbewusst.  Die Gründerinnen setzen dabei auf Nachhaltigkeit und eine enge Zusammenarbeit mit ihren Kundinnen und Kunden, um kontinuierlich die besten Lösungen zu bieten. Die Skalierbarkeit der Plattform ist ein entscheidender Faktor für das internationale Wachstum. Die Gründerinnen planen, ihre Technologie in mehreren Sprachen und für verschiedene kulturelle Kontexte anzupassen.

«Upbeat» – die Schweizer Startup-Serie

Unsere Startup-Serie «Upbeat» porträtiert jede Woche ein Schweizer Jungunternehmen multimedial in Print, Audio und Video. Daneben kommen die wichtigsten Investorinnen und Akteure der Innovationsszene zu Wort. Bleiben Sie dran, im Format Ihrer Wahl: Text, Bild und unterhaltsame Videos finden Sie jede Woche auf handelszeitung.ch/upbeat oder in den sozialen Netzwerken. Den Podcast mit vielen Tipps für Menschen, die selber in der Startup-Welt durchstarten möchten, finden Sie auf Apple Podcasts und Spotify – und überall da, wo Podcasts zu Hause sind.

Stefan Mair
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