Am morgigen Samstag geht auf der ganzen Welt für eine Stunde das Licht aus – als Zeichen für mehr Klimaschutz und gegen Energieverschwendung. In der Schweiz beteiligt sich eine Rekordzahl von Städten an dieser grössten Umweltaktion der Welt, wie die Umweltschutzorganisation WWF mitteilt. Mit der Earth Hour sollen Städte, Unternehmen und Private auf der ganzen Welt zeigen, dass sie sich fürs Klima und gegen Energieverschwendung einsetzen wollen.

Um 20.30 Uhr Ortszeit wird für eine Stunde das Licht gelöscht. Das Empire State Building in New York ist genauso dabei wie der Fernsehturm von Teheran, die 26 Atolle der Malediven genauso wie die allermeisten der 20 grössten Megastädte.

Beteiligung in der Schweiz hoch wie nie

Auch fast alle grossen Schweizer Städte unterstützen den Ruf nach mehr Klimaschutz und löschen die Beleuchtung ihrer Wahrzeichen für eine Stunde. So bleiben das Basler Münster, der Genfer Jet d'eau oder der Luzerner Wasserturm während der Earth Hour im Dunkeln. Mit rund 40 Städten und Gemeinden ist die Beteiligung in der Schweiz so gross wie noch nie.

Die Liste der Schweizer Teilnehmer reicht von Aarau über Baden, Interlaken, Rapperswil-Jona, Thun bis nach Wettingen oder Winterthur. Die vollständige Liste aller teilnehmenden Städte und Gemeinden in der Schweiz stellt WWF bereit. «Dieses und nächstes Jahr werden in der Energie- und Klimapolitik global und national wichtige Weichen gestellt - umso wichtiger ist das Zeichen von Tausenden von Städten und Millionen von Menschen», sagt Thomas Vellacott, CEO des WWF Schweiz.

2007 veranstaltete Sydney die erste Earth Hour. Vergangenes Jahr schon machten 7000 Städte in über 150 Ländern mit.

Zürich ist «Verschwendigen», Basel «Musterdorf»

Derweil bietet WWF den Schweizerinnnen und Schweizern ein interessantes Online-Werkzeug, um den Stromverbrauch ihrer Heimatstädte zu messen. Die Stadt Zürich schneidet mit 20.39 Megawattstunden pro Kilometer relativ schwach ab – und erhält von WWF den Stempel «Verschwendigen»: Der Grenzwert liegt nämlich bei 18. Im Gegensatz dazu wird Basel als vorbildhaft bewertet. Der Verbrauch von 16.77 Megawattstunden liegt fast 7 Prozent unter dem Grenzwert. Entsprechend ist Basel das «Musterdorf».

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