Welcher Kantonal ist der freiheitlichste? Avenir Suisse hat dazu einen Freiheitsindex erarbeitet: Er bemisst knapp drei Dutzend Aspekte des kantonalen Lebens, der Regulierung beziehungsweise der Überregulierung. Das Ergebnis 2019: der Urkanton Schwyz kommt auf den ersten Platz, gefolgt von Appenzell Ausserrhoden und dem Aargau.

Damit kippt der Aargau zum erstem Mal, seit der Index 2008 lanciert wurde, vom Spitzenplatz. Der Kanton Schwyz punktete bei der Steuerausschöpfungsquote oder der regionalen Arbeitsmarktregulierung, ferner mit den liberalen Ladenöffnungszeiten, dem tiefen Anteil der Beschäftigten im öffentlichen Sektor und dem Verzicht auf Gastgewerbegebühren. Positiv vermerken die Avenir-Suisse-Ökonomen ferner, dass die Schwyzer auf unnötig strikte Regulierungen bei Vermummung, Nichtraucherschutz oder Hundehaltung verzichten.

Seit diesem Jahr fliessen vier weitere Aspekte in die Kalkulation ein: Öffentlichkeitsgesetze (sind die Kantonsbehörden transparent?), Tanzverbot (mischt sich der Staat ins Verhalten an Festtagen ein?), Laienrichter (gibt es Einschränkungen bei der Richterwahl?) und Hunderassenverbote (überlässt man den Haltern die Selbstverantwortung?)

Unter anderem wegen dieser Faktoren rutschte das Wallis um 13 Plätze ab und landete auf dem zweitletzten Rang. Das Schlusslicht bildete – wie schon in den Vorjahren – ein Stadtkanton: Genf. 

Die Reihenfolge

  1. Schwyz
  2. Appenzell Ausserrhoden
  3. Aargau
  4. Glarus
  5. Jura
  6. Neuchâtel
  7. Baselland
  8. Appenzell Innerrhoden
  9. Basel-Stadt
  10. Zug
  11. Graubünden
  12. Schaffhausen
  13. Thurgau
  14. Obwalden
  15. Solothurn 
  16. Uri
  17. Zürich
  18. Waadt
  19. Bern
  20. St. Gallen
  21. Luzern
  22. Fribourg
  23. Tessin
  24. Nidwalden
  25. Wallis
  26. Genf

(rap)