Die Schweiz unterstützt die notleidende Bevölkerung im Südsudan mit zusätzlichen zwei Millionen Franken. Nach den jüngsten Kämpfen zwischen rivalisierenden politischen Gruppen sind Tausende Menschen auf der Flucht.

Die Schweiz ist besorgt über das Los der Zivilbevölkerung im Südsudan, nachdem Anfang Juli 2016 in der Hauptstadt Juba und weiteren Gebieten des Landes schwere Kämpfe ausgebrochen sind, wie das Aussendepartement EDA am Mittwoch mitteilte. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) setze die zwei Millionen Franken für die Opfer dieser neuen Gewaltwelle ein.

1 Million für Lebensmittel

Die Hälfte des Betrags ist für den Humanitären UNO-Fonds für den Südsudan bestimmt, den die Schweiz seit 2014 unterstützt. Damit werden die Aktivitäten in den drei Schwerpunktbereichen der DEZA im Südsudan finanziert: Ernährungssicherheit, Wasser und Schutz der Zivilbevölkerung.

Die andere Million geht an das Welternährungsprogramm, das rund vier Millionen Menschen im Südsudan mit Lebensmitteln unterstützt.

Das Land versinkt in Armut

Die erneuten Kämpfe verschärfen nach Angaben des EDA die ohnehin schwere humanitäre Krise im Land. Der Südsudan versinke in der Armut, nicht zuletzt wegen des seit Dezember 2013 anhaltenden Bürgerkrieges. Die jüngste Nation der Welt zählt zu den Haupteinsatzgebieten der Humanitären Hilfe der Schweiz, deren Budget für 2016 ohne den zusätzlichen Betrag 18 Millionen Franken umfasst.

Der Südsudan ist auch ein Schwerpunktland der Abteilung Menschliche Sicherheit (AMS) des EDA, die die Umsetzung des Friedensabkommens vom August 2015 unterstützt. Die AMS beteiligt sich etwa am Versöhnungsprozess und setzt sich für die Stärkung der lokalen Gouvernanz ein. Für friedensfördernde Aktivitäten werden jährlich rund eine Million Franken bereitgestellt.

(sda/ise)