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Clint Eastwood würde Donald Trump wählen

Clint Eastwood: Heutige Generation besteht aus «Waschlappen». Keystone

Nach der massiven Kritik aus den eigenen Reihen bekommt der republikanische Kandidat doch noch prominente Unterstützung. Der Regisseur und Schauspieler Clint Eastwood findet den Aufschrei überzogen.

Veröffentlicht am 04.08.2016

Von allen Seiten prasselt Kritik auf den US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump ein - doch Clint Eastwood springt ihm zur Seite. Der Regisseur und Schauspieler bezeichnete die Kritik am Kandidaten der Republikaner in einem Interview als überzogen.

In dem am Donnerstag veröffentlichten Interview des Magazins «Esquire» nahm er Trump insbesondere gegen den Vorwurf des Rassismus in Schutz. «Als ich aufwuchs, wurden solche Sachen nicht rassistisch genannt», sagte der 86-Jährige. Die heutige Generation bestehe aus «Waschlappen», jedes Wort werde auf die Goldwaage gelegt, klagte der frühere Western-Darsteller.

Manche Aussagen waren «dumm»

Der rechtspopulistische Baulöwe wird unter anderem deshalb des Rassismus bezichtigt, weil er illegale Einwanderer als Kriminelle und Vergewaltiger beschimpft und Einreiseverbote für Muslime verlangt hat. Er hat zudem einem Richter, der mit Klagen gegen die früher von dem Immobilienmilliardär betriebene Trump University befasst ist, Befangenheit wegen dessen mexikanischer Herkunft vorgeworfen.

Eastwood räumte ein, dass manche Äusserungen Trumps «dumm» gewesen seien. Doch beklagte er zugleich, dass um diese Äusserungen zu viel Aufhebens gemacht werde. Trumps Kritiker sollten endlich «darüber hinwegkommen».

Der Filmstar war früher für die Republikaner Bürgermeister seiner kalifornischen Heimatstadt Carmel. Vor vier Jahren unterstützte er den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney.

«Ich würde mich für Trump entscheiden müssen»

In dem «Esquire»-Interview stellte sich Eastwood nun zwar nicht voll und ganz hinter die Kandidatur Trumps, machte aber deutlich, dass er diesem zuneige. Auf die Frage, ob er Trump oder dessen Rivalin, die Demokratin Hillary Clinton, wählen werde, sagte die Hollywoodlegende: «Ich würde mich für Trump entscheiden müssen.»

Vor vier Jahren hatte Eastwood mit einem bizarren Auftritt beim Parteitag der Republikaner für Aufsehen gesorgt. Der Schauspieler führte ein Gespräch mit einem leeren Stuhl und tat so, als ob dort Präsident Barack Obama sässe. Im Internet erntete er dafür Spott.

Eastwood dreht derzeit einen neuen Film «Sully», in dem Tom Hanks die Hauptrolle spielt. In dem Film geht es um den Piloten Chesley «Sully» Sullenberger, der im Jahr 2009 durch eine spektakuläre Notlandung im Hudson-Fluss bei New York das Leben der Menschen an Bord gerettet hatte.

(sda/gku)
 

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