Auf Kleidern steht manchmal «made in Europe». Was das heisst, ist nirgends genau definiert. «Made in EU» wäre klarer, doch diese enge Definition könnte EU-Partner verprellen und Lieferketten verkomplizieren. Was für den Konsum gilt, gilt auch für Industriegüter und öffentliche Beschaffungsmärkte. Hier schickt sich die EU-Kommission in Brüssel gerade an, zu klären, was «Buy European» («Kaufe europäisch») bedeutet: Sie versteht darunter eine gesetzliche Bevorzugung von Anbietern, die Produkte und Dienstleistungen überwiegend in EU-Ländern erschaffen. Ob die Schweiz dazugehört, ist alles andere als klar.
Im staatlichen Beschaffungsmarkt, einem Billionengeschäft, werden die Weichen gestellt. Dabei könnte der Drittstaat Schweiz auf der Strecke bleiben – bilaterale Verträge hin oder her.

