Sie hat Wikileaks-Gründer Julian Assange ebenso vertreten wie Julija Timoschenko, die ehemalige Premierministerin der Ukraine. Als Rechtsexpertin und Menschenrechtlerin beriet und vertrat sie ganze Staaten und Organisationen – etwa Bahrain, Kambodscha und die Vereinten Nationen. An mehreren Hochschulen unterrichtete sie Studenten in Europa und den USA Internationales Strafrecht.

Doch erst jetzt hat die international erfolgreiche Anwältin Amal Alamuddin die Aufmerksamkeit der ganzen Welt gewonnen. Sie heiratete George Clooney. Vor dem Hintergrund der glamourösen Berichterstattung geht ihre berufliche Leistung fast vergessen. Doch als Anwältin bestach Alamuddin in den vergangenen Jahren mit ihren Fähigkeiten. Sie wurde von diversen Arbeit- und Auftraggebern angeheuert.

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Alamuddin arbeitete an den Fällen Enron und Arthur Andersen

Alamuddin arbeitete mehrere Jahre in der Kanzlei Sullivan & Cromwell in New York, wo sie unter anderem mit dem Fall Enron betraut war. Der Konzern verursachte bekanntermassen mit mehreren Bilanzfälschungen den wohl grössten Unternehmensskandal der US-Geschichte und rutschte schliesslich in die Insolvenz. Im Zuge des Enron-Skandals kollabierte der Wirtschaftsprüfer Arthur Andersen. Auch in diesem Fall vertrat Alamuddin für die Kanzlei Klienten.

Nach ihrer Zeit in New York ging die 1978 in Beirut geborene und in London aufgewachsene Alamuddin zum Internationalen Gerichtshof nach Den Haag und arbeitete im Büro des Chefanklägers beim Sondertribunal für den Libanon. 2010 kehrte Alamuddin in die britische Hauptstadt zurück, wo sie seitdem für Doughty Street Chambers arbeitet. 

Kofi Annan und Kriegdrohnen

Weiter beriet Alamuddin 2013 auch den früheren Uno-Generalsekretär Kofi Annan in der Syrien-Frage und ermittelte bei der Ermordung des früheren libanesischen Premiers Hariri. Im gleichen Jahr gehörte sie einem speziellen Team der Menschenrechtsorganisation der Uno an, das die Auswirkungen von Kampfdrohnen im Kampf gegen Terroristen untersuchte. 

Daneben ist Alamuddin Mitautorin des Buches «Law and Practice of the Special Tribunal for Lebanon», das 2013 erschien und Autorin mehrerer wissenschaftlicher Artikel. 

(moh)