Aussenminister Ignazio Cassis sagte am Montag in Bern, dass das Schweizer Recht nicht zulasse, die Hamas als Terrororganisation anzuerkennen. Ihre Gedanken dazu?

Das ist kein neues Argument. Ich denke aber, dass jeder mittlerweile weiss, womit man es bei der Hamas zu tun hat. Hamaskämpfer sind keine Freiheitskämpfer, und, wie ich für die Palästinenserinnen und Palästinenser hoffe, auch nicht diejenigen, welche sie jetzt oder in der Zukunft repräsentieren. Die Hamaskämpfer sind bösartige, mordende Terroristen mit denselben Werten, wie der Islamische Staat in Syrien (Isis) sie hatte. Und so sollten sie auch behandelt werden. Die Hamas ist nicht nur eine Gefahr für Israelis, was man auch daran sieht, wie viele Ausländer von ihr umgebracht wurden. Gegen ihre Ausweitung sollte die internationale Gemeinschaft jetzt vorgehen.

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Dann erwarten Sie auch mehr von der Schweiz?

Ja, sowohl was die Hamas als auch was die Hisbollah angeht. Das sind gefährliche Terrororganisationen, die gestoppt werden müssen. Es gibt sicher auch hier Wege und Möglichkeiten, sie entsprechend zu behandeln, sodass sie nicht in der Lage sind, auf europäischem oder gar Schweizer Boden zu operieren.

Bernhard Fischer
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