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Menschenrechte
Japan vollstreckt zwei Todesurteile

Exekutionsraum in Japan: Das Land steht wegen der Todesstrafe in der Kritik. Keystone

In Japan wurden diese Woche zwei Mörder gehängt. Die drittgrösste Wirtschaftsnation steht immer wieder wegen ihrem Festhalten an der Todesstrafe in der Kritik.

Veröffentlicht am 18.12.2015

In Japan sind erneut zwei zum Tode verurteilte Mörder gehängt worden. Das gab das Justizministerium in Tokio am Freitag nach der Vollstreckung der Urteile bekannt. Bei einem der beiden Gehängten handelte es sich um einen 63-Jährigen.

Er hatte 2009 seinen Vermieter sowie dessen Bruder und Frau in einer Wohnung in der Tokioter Nachbarstadt Kawasaki getötet. Mit ihm wurde erstmals ein Häftling exekutiert, der im Zuge eines 2009 eingeführten Laiengerichtsverfahrens zum Tode verurteilt worden war.

Todesstrafe und Haftbedingungen in der Kritik

Beim zweiten Gehängten handelte es sich laut japanischen Medienberichten um einen 39-Jährigen, der 2006 eine 52 Jahre alte Büroangestellte sowie ihre 24-jährige Tochter umgebracht hatte.

Japan, die drittgrösste Wirtschaftsnation der Welt, gehört zu den wenigen Industrieländern, die noch immer an der Todesstrafe festhalten. Menschenrechtsaktivisten prangern seit Jahren den Umgang mit der Todesstrafe sowie die Haftbedingungen in Japan an.

(sda/gku/chb)

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