Die Alternative-die Grünen im Kanton Zug werden zurzeit allein von Barbara Beck-Iselin geführt. Co-Präsidentin Jolanda Spiess-Hegglin lässt ihre Aufgaben im Vorstand seit einigen Monaten ruhen.

«Dies ist keine Abwahl, keine Niederlage und keine Kapitulation, sondern rein organisatorisch», sagte Spiess-Hegglin gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Auf der Homepage der Partei wird sie nicht mehr als Mitglied der Parteileitung aufgeführt, wie die Zuger Zeitung am Mittwoch schreibt.

Weil sie im Frühling einige Monate krank geschrieben war, habe sie ihre präsidialen Aufgaben nicht wahrnehmen können. «Es ging darum, mich zu entlasten», sagte Spiess-Hegglin. Auch jetzt sei sie noch nicht wieder vollkommen hergestellt.

Politzukunft offengelassen

Ihre Parteiarbeit als Präsidentin wolle sie erst wieder aufnehmen, wenn sie vollständig auf dem Damm sei. Ob sie an der nächsten Generalversammlung erneut antrete, wisse sie noch nicht.

Jolanda Spiess-Hegglin und SVP-Politiker Markus Hürlimann sorgen seit knapp einem Jahr für Schlagzeilen. Am Morgen nach der Landammannfeier im vergangenen Dezember war Spiess-Hegglin ohne Erinnerungen an den vorigen Abend und mit Unterleibschmerzen ins Spital gegangen. Ihr Kantonsratskollege Hürlimann geriet daraufhin in Verdacht, sie mit K.-O.-Tropfen gefügig gemacht zu haben.

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Rechtlich abgeschlossen

Hürlimann hatte dies stets in Abrede gestellt. Es habe zwar eine Annäherung gegeben, diese sei jedoch einvernehmlich gewesen. Rechtlich ist die Affäre abgeschlossen. Das Strafverfahren gegen Hürlimann wurde Ende August eingestellt. Anfang September gab Spiess-Hegglin bekannt, dass sie auf einen Weiterzug ans Obergericht verzichtet.

Markus Hürlimann hatte kurz nach Bekanntwerden der Affäre seinen Rücktritt als Präsident der Kantonalpartei bekannt gegeben.

(sda/gku)