Wochenlang war der nordkoreanische Diktator Kim Jong-Un von der Bildfläche verschwunden. Die Gerüchteküchen liefen heiss. Es hiess, er leide an Gicht, andere spekulierten, es gäbe einen Kampf innerhalb der geheimnisvollen Regime-Elite.

Die Krönung aller Gerüchte setzte aber ein englisches Boulevardblatt in die Welt: Kim Jong-Un sei die Liebe zum Schweizer Käse zum Verhängnis geworden. Er hätte so viel davon gegessen, dass er ganz einfach zu fett wurde und jetzt mit gesundheitlichen Probleme kämpfe.

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Fraktur an beiden Knöcheln

Eine südkoreanische Zeitung bringt nun ein bisschen Licht ins Dunkel. Deren Informationsspitzel berichtet, Nordkoreas Staatschef hätte eine Operation in Pjöngjang gehabt und bliebe vorerst im Krankenhaus. Anscheinend zog sich der Diktator eine Fraktur an beiden Knöcheln zu.

Seit geraumer Zeit ist aufgefallen, dass Kim Jong-Un eine Gehhilfe benötigt. Das liege daran, dass er sich im Juni den einen Knöchel verletzt habe. Weil er die Verletzung nicht weiter beachtete, soll er in einem unachtsamen Moment auch den zweiten Knöchel verletzt haben. Das Resultat: beide Knöchel sollen gebrochen sein.

In Luxusklinik einquartiert

Kim Jong-Un ist anscheinend in der Klinik Bonghwa untergebracht. Sie gilt als exklusive Klinik für hochrangige Parteimitglieder. Das Krankenhaus werde schwer bewacht. Es gingen deutlichen mehr Elite-Beamten ein und aus.

Nicht zuletzt spricht ein weiterer Faktor dafür, dass Kim Jong-Un noch immer in Pjöngjang ist: Geheimdienstinformationen des Südens zeigen auf, dass der Wagen noch immer in der Hauptstadt des Nordens ist.