Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit des österreichischen Bundeslands Kärntens wegen seiner milliardenschweren Haftungen für die Bad Bank Heta um vier Grade zurückgestuft. Die Experten bewerten die Bonität des Bundeslandes nun mit «B3« statt zuvor «Ba2», wie sie in der Nacht auf Freitag mitteilten. Damit sieht Moody's die Schuldtitel des Landes als hoch spekulatives Investment. Der Ausblick ist negativ.

Grund für die Herabstufung ist die jüngste Entscheidung des Verfassungsgerichts in Wien. Die Richter hatten erklärt, Österreich könne die als sicher angepriesenen Garantien Kärntens nicht im Nachhinein als wertlos darstellen. Das Bundesland haftet mit elf Milliarden Euro für die Rückzahlung der Heta-Schulden. Diese Summe kann Kärnten mit einem Jahresbudget von rund zwei Milliarden Euro jedoch nicht aus eigener Kraft aufbringen. Die Heta ist die Nachfolgerin der notverstaatlichten österreichischen Krisenbank Hypo Alpe Adria.

Gegenwehr aus Kärnten

Die Moody's-Experten erklärten nun, mit der durch das Verfassungsgericht wiederhergestellten Werthaltigkeit der Kärntner Garantien werde es zunehmend unwahrscheinlich, dass Kärnten seine Verpflichtungen erfüllen könne. Die Finanzabteilung des Bundeslandes bezeichnete die Rückstufung als «unerfreulich und nicht nachvollziehbar».

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(sda/me/ama)