In Südafrika ist die Zahl tödlicher Gewaltdelikte und Raubüberfälle der jüngsten Kriminalstatistik zufolge erneut gestiegen. Jeden Tag werden demnach 51 Menschen Opfer von Mord oder Totschlag.

Zudem gibt es täglich 363 schwere Raubüberfälle und 40 gewaltsame Auto-Entführungen («carjacking»). Das ergab sich aus einer Zusammenstellung der am Freitag vor dem Parlament in Kapstadt vorgestellten Statistik des Instituts für Sicherheitsstudien (ISS). «Wir sind uns einig, dass viel zu viele Menschen getötet werden», erklärte Polizeiminister Nkosinathi Nhleko im Parlament.

Kein Fortschritt

Im Berichtszeitrum von April 2015 bis März 2016 gab es in dem Land mit rund 55 Millionen Einwohnern demnach 18'673 Fälle von Mord und Totschlag. Das entspricht einer Zunahme von 868 Fällen oder etwa fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die beständig hohe Gewaltkriminalität ist auch gut zwei Jahrzehnte nach der Überwindung des Apartheid-Regimes noch eine der grössten Herausforderungen der südafrikanischen Politik.

(sda/gku/ama)