Nach Recherchen des Wirtschaftsmagazins «Bilanz» war es ein Schweizer, der den deutschen Fussballmanager Uli Hoeness schwer belastete. Kurz vor Prozessbeginn musste Hoeness laut Bericht mit weiteren Enthüllungen rechnen: Ein anonymer Schweizer Informant hatte sich letztmalig am 24. Februar bei der Staatsanwaltschaft München gemeldet und wollte Hinweise zu den Millionendeals von Hoeness liefern, wie Volker Hoffmann, Anwalt des Zeugen gegenüber «Bilanz» sagt: «Unsere letztmalige Eingabe bei der Staatsanwaltschaft erfolgte am 24. Februar 2014.»

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Hoffmann hatte mit den Justizbehörden über Wege verhandelt, wie man dem Whistleblower einen Quellenschutz zusichert. In diese Verhandlungen war demnach auch das bayerische Justizministerium eingeschaltet. Wenige Tage nach diesem Kontakt mit dem Anwalt übergaben die Hoeness-Verteidiger erstmalig Datenträger mit werthaltigen Informationen über die Geschäfte von Hoeness bei der Bank Vontobel, heisst es bei «Bilanz». Die Unterlagen offenbarten demnach eine weitaus höhere Steuerschuld als die Staatsanwaltschaft zuvor ermitteln konnte.

(moh)