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Präsident Trumps Team setzt auf die UBS

 

Die US-Regierung unter Donald Trump kann gut mit der UBS. Der Präsident selbst bekam einen Millionenkredit von der Schweizer Grossbank. Weitere Minister halten Konten und Aktienfonds bei der UBS.

Von Stefan Barmettler
am 25.01.2017

Trump finanzierte seine Immobiliengeschäfte auch mit einem Millionenkredit der Schweizer Grossbank. Trumps UBS-Hypothek lag gemäss Selbstdeklaration zwischen 5 und 25 Millionen Dollar. Der Zinssatz fürs Fremdkapital betrug 6,2 Prozent; letztes Jahr lief der Kredit aus. Ob er erneuert wurde, ist nicht ersichtlich. Die UBS kommentiert dies aus grundsätzlichen Gründen nicht.

US-Exekutiv-Politiker, die vom Senat bestätigt werden, müssen ihre Finanzen vor Amtsantritt offenlegen, um Interessenkonflikte zu minimieren. Trump ist nicht der Einzige, der auch auf die Dienste der Schweizer Grossbank setzt. Handelsminister Wilbur Ross hält zwei Cash-Konten, auf denen über 1 Million Dollar lagern. Weiter ist er investiert in einen UBS-Fonds, der US-Regierungs-Papiere hält. Der dreifache Milliardär hat dort 250'000 bis 500'000 Dollar angelegt.

Rex Tillerson an drei Schweizer Blue Chips beteiligt

Auch Trumps Transportministerin Elaine Chao zählt zum UBS-Kundenstamm. Sie hält in Aktienfonds bis zu 500'000 Dollar. Schliesslich setzt Aussenminister Rex Tillerson – er war Chef der Ölfirma Exxon – auf Swissness. Er ist an drei Blue Chips beteiligt – an UBS, Nestlé und Novartis.

Das Paket hat einen Wert von gegen 300'000 Dollar. Tillerson hat gemäss Gesetz neunzig Tage Zeit, um sich von den Schweizer Wertschriften zu trennen. Trumps Leute pflegen weltweit eine Vielzahl von Bankbeziehungen.

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