Inmitten des Konflikts mit der Ukraine will Russland Truppen im Süden und Westen des Landes abziehen – aber die Nato misstraut dem Manöver. Handelt es sich um einen Bluff? Oder eine Massnahme ohne Folgen? «Es gibt keine Signale für eine Deeskalation am Boden oder für eine Truppenreduzierung. Im Gegenteil: Wir sehen einen militärischen Aufwuchs, mehr Kampftruppen, mehr Fähigkeiten», sagte Nato-Chef Jens Stoltenberg am Dienstagmittag im Vorfeld des Treffens der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel. Russland könne weiterhin ohne lange Vorwarnzeiten eine «Invasion» in der Ukraine starten. «Es ist alles bereit für einen neuen Angriff», sagte Stoltenberg.  

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«Wichtig ist, dass wir einen kühlen Kopf bewahren. Russland muss deeskalieren, Russland muss die Bedrohung der Ukraine beenden», sagte die deutsche Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD). Man erlebe derzeit «eine beispiellose Eskalation in diesem Dauerkonflikt seit der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim 2014», fügte sie hinzu. «Für Deutschland bleibt klar: Wir stehen fest an der Seite unserer Verbündeten, besonders an der Ostflanke der Allianz.»