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Welt ohne Hunger kostet 267 Milliarden Dollar

Eine jemenitischer Knabe transportiert Essen: Hu

Die Welternährungsorganisation möchte innert 15 Jahren Hunger weltweit beseitigen – und fordert dafür jährlich 267 Milliarden Dollar. Sonst hungerten im 2030 weiterhin hunderte von Millionen Menschen.

Veröffentlicht am 10.07.2015

Um in 15 Jahren den Hunger in der Welt zu beseitigen, braucht es nach Auffassung der UNO jährliche Investitionen in Höhe von 267 Milliarden Dollar. Bleiben die Investitionen auf dem heutigen Stand, müssten 2030 noch über 650 Millionen Menschen Hunger leiden.

Umgerechnet müssten für jeden Armen weltweit jährlich 160 Dollar aufgebracht werden, erklärte José Graziano da Silva, Generaldirektor der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO (FAO), am Freitag in Rom.

Günstiger Preis

Er glaube, dass der Preis für den Kampf gegen den Hunger «relativ niedrig» sei, ergänzte er bei der Vorstellung eines UNO-Berichts zur bevorstehenden UNO-Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung. Neben privaten Mitteln, die für einen Löwenanteil der Kosten aufkommen sollten, seien deshalb weitere öffentliche Investitionen in die ländliche Infrastruktur, den Verkehr sowie in Gesundheit und Bildung notwendig.

Die dritte UNO-Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung tagt vom 13. bis 16. Juli im äthiopischen Addis Abeba. An dem Bericht in ihrem Vorfeld wirkten neben der FAO das Welternährungsprogramm (WFP) sowie der Internationale Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) mit.

Weniger Hunger als 1990

Gemäss dem UNO-Bericht sank die Welthungerrate zwischen 1990 und 2015 um 50 Prozent. Nun wird erwartet, dass die Generalversammlung der Vereinten Nationen bei ihrer Tagung im September Ziele verabschieden wird, um den Hunger auf der Welt zu beenden.

Laut den drei UNO-Organisationen FAO, WFP und IFAD entsprechen die dazu notwendigen jährlichen Mehrinvestitionen rund 0,3 Prozent der Weltwirtschaftsleistung nach dem Stand von 2014. "Ich persönlich finde, das ist ein relativ geringer Preis für ein Ende des Hungers," sagte FAO-Chef Da Silva.

(sda/mbü)

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