Das Zuger Kantonsparlament hatte im August die Senkung des Steuerfusses von 82 auf 80 Prozent während der nächsten drei Jahre auf Antrag der Regierung als Massnahme gegen die Coronakrise beschlossen.

Bekämpft wurde dieser Entscheid von der Alternative-die Grünen (ALG), der SP und der CSP, vom Gewerkschaftsbund, von der Jungen Alternative und der Juso. Sie ergriffen das Referendum und kritisierten, dass der Mittelstand von einer Steuersenkung kaum profitieren werde. Es handle sich um eine «Mogelpackung», um einen «als Corona-Massnahme getarnten Steuerdeal».

Der Kanton Zug sei der einzige Kanton, der Steuersenkungen als wirksames Mittel gegen die drohende Wirtschaftskrise sehe, kritisieren die Referendumsführer.

Dieses Referendum brauchte Zeit. Danach setzte der Regierungsrat den Termin zur Volksabstimmung an. Jetzt also, sieben Monate später, hat das Volk die Steuersenkung mit rund 67 Prozent Ja-Stimmenanteil angenommen. 

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(sda/val)