Dazu zählen auch Private-Equity-Anlagen, in welche gewisse Schweizer Institutionelle schon seit dem Ende der Neunziger Jahren investieren. Zahlreiche Schweizer Pensionskassen sind heute bereits engagiert, wobei die übliche Allokation aktuell zwischen 2 Prozent und 6 Prozent der Gesamtanlagen liegt.

Mit einem Volumen von mehr als 3500 Milliarden Dollar zeichnet sich Private Equity durch vielfältige Strategien entlang des gesamten Unternehmenszyklus aus — von Venture Capital über Wachstumskapital bis hin zu Buy-out (Übernahmen von etablierten Firmen).

Langfristig investieren

Ein Private-Equity-Manager unterstützt in seiner Rolle als Mehrheitseigentümer die Geschäftsleitung eines Unternehmens über einen Zeithorizont von typischerweise vier bis sechs Jahren massgeblich. Dies erlaubt die Entwicklung und Implementierung einer langfristig ausgelegten Strategie, ohne auf kurzfristige Veränderungen und Quartalszahlen Rücksicht nehmen zu müssen.

Initiativen zur Unternehmenswertsteigerung wie die Einführung neuer Produkte, die Expansion in neue Märkte oder die Umsetzung einer Nachhaltigkeitsstrategie setzen Zeit und Ressourcen voraus. Dieser langfristige Ansatz macht den Kern von Private Equity aus und erklärt einen Teil der erwarteten Überrendite.

Ein People’s Business

Trotz der globalen Ausrichtung ist Private Equity ein sehr lokal geprägtes Geschäft, bei dem enge Beziehungen zu lokalen Ansprechpartnern (zum Beispiel Unternehmern und Industrieexperten) unerlässlich sind.

Im Zentrum stehen Personen, die dank ihrer Erfahrung und ihres Netzwerks fähig sind, die besten Unternehmen ausfindig zu machen und komplexe Transformationsstrategien umzusetzen.

Die Performancestreuung unter den Managern ist hoch. Der Zugang zu den besten Fondsmanagern setzt gute und lange Beziehungen voraus.

Eine Vielzahl von Optionen

Private Equity ist in vielerlei Hinsicht zu einer Anlageklasse geworden, die «zu gross ist, um ignoriert zu werden». Pensionskassen, die in Private Equity investieren wollen, haben eine Fülle an Optionen: Neben klassischen Dachfonds (Primary, Secondary), Direkt- oder Co-Investment-Fonds existieren auch massgeschneiderte Anlagelösungen.

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Doch in einem umkämpften Umfeld ist es für Anleger wichtiger denn je, sich auf erfahrene Akteure zu verlassen, die mehrere Marktzyklen erlebt haben und über eine solide Struktur und ein etabliertes Netzwerk verfügen.

 

*Martin Kessi, Head of Ardian Switzerland