An den heutigen Märkten für Unternehmensanleihen bleiben die Renditen attraktiv. Es gibt Anzeichen für ein weiteres Marktwachstum und die Anleger streben weiterhin nach Erträgen. Gleichzeitig verschwimmen zunehmend die Grenzen zwischen syndizierten Krediten, Hochzinsanleihen, illiquiden Unternehmensanleihen und Collateralized Loan Obligations (CLOs). Emittenten wie auch Anleger bewegen sich heute flexibel zwischen diesen Segmenten und verändern somit die Struktur der globalen Kreditmärkte.
Für Investoren stellt sich damit eine zentrale Frage: Wenn Emittenten heute entlang eines breiten Marktspektrums agieren, sollten Portfolios dann nicht so aufgebaut werden, dass sie dieses Phänomen widerspiegeln?
Die Märkte für Non-Investment Grade-Unternehmensanleihen weisen ein stetiges Wachstum auf, getragen von Finanzierungsbedarf auf Emittentenseite und anhaltender Renditesuche bei Anlegern. Sowohl in den USA als auch in Europa bieten Leveraged Loans und Hochzinsanleihen weiterhin einen deutlichen Renditevorteil gegenüber Investment Grade-Anleihen und Staatsanleihen. Mit Blick nach vorne stützen geldpolitische Lockerung und die Aussicht auf Zinssenkungen die Fundamentaldaten zusätzlich und verbessern die Refinanzierungsbedingungen. In der Folge rechnen wir für 2026 mit steigenden Nettoneuemissionen, nicht zuletzt vor dem Hintergrund einer möglichen Belebung der M&A Aktivität.
Emittenten von Unternehmensanleihen sind nicht länger an traditionelle Finanzierungssilos gebunden. Grosse Unternehmen nutzen gezielt Unterschiede bei Finanzierungskosten, Laufzeiten, Liquidität und Investorenbasis – zwischen öffentlichen und privaten Märkten ebenso wie zwischen Regionen. In den USA und Europa ist eine zunehmende Präferenz für flexible, opportunistische Emissionen zu beobachten, sei es über syndizierte Kredite, Hochzinsanleihen oder illiquide Unternehmensanleihen.
Diese Flexibilität führt zu einer Konvergenz der Marktsegmente: Emittenten greifen während der Laufzeit eines Instruments auf mehrere Finanzierungsquellen zurück, während Anlagevehikel wie CLOs die Nachfrage nach Kreditemissionen zusätzlich stützen. Die Kreditmärkte entwickeln sich damit zu einem vernetzten Ökosystem, in dem klassische Abgrenzungen an Bedeutung verlieren.
Multi-Asset-Kreditstrategien (Multi-Asset-Credit: MAC) bilden diese Entwicklung auf Portfolioebene konsequent ab. Sie kombinieren syndizierte Kredite, Hochzinsanleihen, weniger liquide Unternehmensanleihen und CLOs in einem einzigen Portfolio und spiegeln damit die heutige Emissionsrealität wider.
Durch die Nutzung diversifizierter Renditequellen kann dieser Ansatz die Volatilität im Vergleich zu klassischen Einzelsektorstrategien reduzieren. Gleichzeitig erlaubt die flexible Allokation eine taktische Umschichtung zwischen den Segmenten, wenn sich Marktbedingungen oder relative Bewertungen verändern. Da sich das Kreditrisiko über die Anlageklassen hinweg zunehmend angleicht, erweitert eine MAC-Strategie das Chancenspektrum, ohne das Gesamtkreditrisiko zwangsläufig zu erhöhen.
Die wachsende Komplexität erhöht zugleich den Anspruch an das aktive Management. Fundierte Kreditanalyse, strukturelles Know-how und die Fähigkeit zur taktischen Neugewichtung sind entscheidend, um Chancen zu identifizieren und Risiken zu steuern. Wer das Kreditökosystem ganzheitlich versteht und flexibel darauf reagiert, kann Portfolios dort positionieren, wo sich entlang des globalen Kreditmarktes die besten Chancen ergeben.

Nur zur Veranschaulichung.
Abb.: Multi-Asset-Kredite: Ein globaler Markt im Wert von > USD 6 Billionen1
Ein breiter und flexibler Ansatz über das gesamte Kreditspektrum hinweg
Das Diagramm zeigt die Grösse und Vielfalt des globalen Multi-Asset-Kreditmarktes, der ein Volumen von über USD 6 Billionen aufweist. Es vergleicht vier Segmente nach ihrer relativen Marktgrösse: globale syndizierte Kredite, globale Hochzinsanleihen, CLO Debt und Equity/Warehouse sowie illiquide Unternehmensanleihen. Die Abbildung unterstreicht die Breite der Anlagechancen im gesamten Kreditspektrum, von grossen institutionellen und liquiden Märkten bis hin zu privaten Kreditsegmenten mit Illiquiditätsaufschlag.
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