Die Macher von Starmind bezeichnen ihre Software auch als «Firmengehirn», weil sie für Fragen innerhalb von Unternehmen den passenden Experten vermittelt. Jetzt hat das Start-up selbst einen klugen Kopf für seine Spitze gewonnen: Peter Waser hat zu Anfang Juli als CEO übernommen, wie handelszeitung.ch vorab erfuhr.

Der Lebenslauf des 61-Jährigen enthält bisher grosse Namen: Waser hat bis Oktober 2014 als Schweiz-Chef und Europa-Leiter von Microsoft agiert. Unter seiner Leitung wurde das US-Unternehmen hierzulande Marktführer. Zuvor bekleidete er in seinen 20 Jahren als Manager Positionen etwa bei IBM und Swisscom.

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Direkt involviert

Jetzt hat sich Waser für den Schritt an die Spitze von Starmind entschieden. «Bei Microsoft konnte ich an trendnahen Entwicklungen nicht dabei sein. Bei Starmind bin ich direkt involviert», begründet der 60-Jährige seinen Einstieg bei der Jungfirma aus Zürich. Es sei für ihn die Gelegenheit, seiner Laufbahn «eine völlig neue Richtung zu geben».

Auch für die Gründer des Startups ändert sich einiges: Starmind wurde von Pascal Kaufmann und Marc Vontobel aufgebaut. Die beiden Initiatoren des Brain-Technology-Unternehmens wechseln in den Verwaltungsrat, Kaufmann wird CEO der Nordamerika-Sparte von Starmind, Vontobel bleibt in der CTO-Position. Beide wollen sich laut eigener Aussage stärker auf ihre «Produktpipeline» fokussieren.

Megatrend Künstliche Intelligenz

Kaufmann möchte Starmind in Nordamerika ausbauen und dafür mit namhaften Tech-Konzernen kooperieren. In London habe er jüngst bereits mit Google-Präsident Eric Schmidt über die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz für schnelleren Wissenszugang in Firmen gesprochen. Auch in New York habe Kaufmann bereits vor Bloomberg gepitcht, wie Waser im Interview sagte.

Kaufmann und Vontobel haben mit ihrer Idee des vernetzten «Gehirns» für Firmen seit der Gründung 2010 ein beachtliches Wachstum erzielen können: Die Mitarbeiterzahl beträgt inzwischen über 50 Personen und laut Unternehmensangaben habe man bereits in 40 Länder expandieren können. Auch Grossunternehmen wie Swiss Re, Bayer und UBS setzen auf die Software des Züricher Jungunternehmens.