Die Covid-19-Pandemie verändert auch die Situation um die Abschlussprüfungen. «Wir am Executive Campus ‹WBZ Holzweid› haben sehr grosszügige Räumlichkeiten», sagt Christian Grape, Executive Director beim Executive MBA HSG-Programm in Business Engineering am Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität St. Gallen (HSG). Trotz der vorteilhaften räumlichen Situation ist man aber auch hier zwangsläufig zur Online-Variante zurückgekehrt.

«Prüfungen haben wir über unsere Online-Plattform Ilias organisiert», sagt Caroline Kähr vom Institut für Marketing und Unternehmensführung der Universität Bern. Studierende konnten die Prüfung in einem von ihnen gewünschten Zeitfenster während einer Woche online lösen; es wurden Prüfung per E-Mail verschickt und mussten 24 Stunden später wieder zurückgeschickt werden. «Verteidigungen von Master-Arbeiten organisieren wir online mit Zoom oder Teams und die Abschlüsse werden verschickt; Diplomfeiern haben wir absagen müssen», so Kähr.

«Die Prüfungen wurden im Sommer entweder online durchgeführt oder den Studierenden wurden sogenannte Alternative Assessments gegeben; diese waren dann in der Form von individuellen Essays, die sie zusätzlich zur Gruppenarbeit abgeben mussten, zu erbringen», erläutert Claudia Schmid-Schönbein, Centre Director der University of Strathclyde Business School – Swiss Centre. «Unsere nächsten schriftlichen Prüfungen werden erst im März 2021 durchgeführt und wir hoffen, dann wieder alle Prüfungen wie in der Vergangenheit abhalten zu können.»

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Auch für die Studierenden ist das eine Umstellung, denn Online-Prüfungen liessen sich mit Google-Abfragen auf dem Smartphone recht einfach bearbeiten. Die Schulen haben reagiert: Sie formulieren die Fragen so, dass sich die Antworten nicht mehr einfach im Netz finden lassen. Finden Studierende die Antworten zu weit oben bei Google, lohnt es sich, die Frage nochmals genau zu lesen. (mn)