In der Sommerhitze sind vor allem Klimaanlagen gefragt bei Autos. Doch es wird wieder kälter. Dann schätzen viele Fahrerinnen und Fahrer eine gute Sitzheizung.

BMW will damit Geld verdienen: Die Sitzheizung stellt der Hersteller neu im Abo zur Verfügung. 29 Franken will BMW dafür in der Schweiz verlangen.

Im Internet hat der Autohersteller damit für einige Lacher und viel Empörung gesorgt. Denn die Sitzheizung ist bereits in den Autos verbaut. Durch eine Software-Blockade ist die Nutzung aber gesperrt.

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«Spinnen jetzt alle?», schreibt etwa ein genervter Twitter-User.

Ein anderer User scherzt, dass BMW wohl bald Abos für die Bremsen einführen werde. Schliesslich bietet BMW Zusatzfunktionen wie etwa Fahrassistenz-Systeme, Fernlichtassistent oder Lenkradheizung schon länger optional im Abo an.

So kostet der erweiterte Fahrassistent, der Abstand zum vorderen Auto und die gewünschte Geschwindigkeit hält, 49 Franken im Monat. Dabei können alle Funktionen einen Monat gratis getestet werden. 

Zudem besteht immer die Möglichkeit, Funktionen nicht zu mieten, sondern einmalig zu kaufen.

Die Aufmerksamkeit des Sitzheizungs-Abos hat sogar eine eine Hackergemeinschaft gegen BMW aufgebracht: Das Kollektiv will die Abo-Funktion für alle Nutzerinnen und Nutzer gratis freischalten, wie es auf der Website der «Vice»-Tochter «Motherboard» schreibt. Die Hacker haben bereits andere kostenpflichtige Funktionen unterwandert und für die Allgemeinheit freigegeben.

Die Hacker bieten ihre Dienste seit Jahren in verschiedenen Foren, auf Ebay und bei Etsy an, wie «Golem.de» schreibt.

Dabei ist BMW nicht alleine mit dem Abo-Angebot. So verkauft etwa Tesla neue Funktionen wie den Autopiloten ebenfalls einzeln. Auch hier ist die Hardware im Fahrzeug schon vorhanden, muss aber aktiviert werden.

(bsc)