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64 Millionen Schulden? Bitcoin-Börse wohl pleite

Anleger bei Mt. Gox: Womöglich bereitet die Börse ein Insolvenzverfahren vor.   Keystone

Der abgestürzte Bitcoin-Börsenbetreiber Mt. Gox plant einem Bericht zufolge ein Insolvenzverfahren. Das hoch verschuldete Unternehmen soll einen Antrag auf Gläubigerschutz vorbereiten.

Veröffentlicht am 28.02.2014

Die abgestürzte Bitcoin-Börse Mt. Gox plant einem Medienbericht zufolge in Kürze eine Ankündigung. Das teilte der CEO des Unternehmens Mark Karpeles in einem E-Mail dem «Wall Street Journal» mit, wie die Zeitung auf ihrer Webseite berichtet. Angeblich geht es um ein geplantes Insolvenzverfahren. Laut japanischen Medien bereite Mt. Gox ein Verfahren zum Gläubigerschutz vor, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Das Unternehmen sollen demnach Schulden von fast 64 Millionen Dollar plagen. «Bitte warten sie unsere nächste Online-Ankündigung ab», teilte Karpeles laut «Wall Street Journal» mit.

Die Zeitung hatte den Mt.-Gox-Chef mit einer Aussage des ebenfalls in Tokio ansässigen Bitcoin-Unternehmers Roger Ver konfrontiert. Dieser hatte laut Bericht mitgeteilt, dass Mt. Gox ein Insolvenzverfahren vorbereite. Dies habe ihm Mt.-Gox-Chef Karpeles in einer Nachricht am Dienstag mitgeteilt. An diesem Tag schaltete die Bitcoin-Börse ihre Internetseite ab. Die Bitcoin-Unternehmer Karpeles und Ver sind demnach seit mehreren Jahren befreundet.

744'000 Bitcoins sollen verschwunden sein

Seitdem die Webseite am Dienstag im Netz verschwand, veröffentlichte Mt. Gox lediglich zwei knappe Statements auf dem sonst leeren Internetauftritt. Die Gefahr ist gross, dass Anleger ihr bei Mt. Gox investiertes Geld zumindest teilweise verlieren werden. Insgesamt sollen 744'000 Bitcoins verschwunden sein – stimmt die Zahl, entspräche das einem Vermögen von umgerechnet rund 350 Millionen Dollar.

Inzwischen ermitteln auch Japans Behörden: Unter anderem untersuchten die zuständige Finanzaufsicht, die Polizei und das Finanzministerium den Fall, sagte ein Regierungssprecher.

(moh)

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