Der konsolidierte Umsatz der Aevis-Victoria-Gruppe betrug von Januar bis März 195 Millionen Franken: Das waren knapp 10 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Das Wachstum lebte aber primär von den Übernahmen der Privatklinik Belair, der Hotels Mont Cervin Palace und Monte Rosa sowie des Intercontinental in Davos. Renditezahlen zum ersten Quartal gab das Unternehmen nicht bekannt.

Aevis Victoria führt eine Luxushotel- und eine Klinik-Gruppe. Die Privatspitäler von Swiss Medical Network verzeichneten einen um knapp 5 Prozent tieferen Umsatz von 152 Millionen Franken. Spürbar war dabei bereits das vom Bundesrat am 20. März 2020 erlassene Verbot von medizinischen Wahleingriffen. Im Januar und im Februar hätten die Aktivitäten noch zugenommen, so die Mitteilung.

«Übliches Auslastungsniveau»

Zu Swiss Medical Network gehören unter anderem die  Privatkliniken Lindberg (Winterthur), Bethanien (Zürich), Siloah (Bern), Générale-Beaulieu (Genf) oder die Schmerzklinik Basel. Die meisten Häuser arbeiteten jetzt wieder auf einem «üblichen» Auslastungsniveau, so das Unternehmen. Nun erwarte man in den nächsten Monaten eine Aufholjagd. Gleichzeitig würden jedoch die Kosten steigen – für die höheren Sicherheitsanforderungen.

Der Umsatz im Hotelbereich stieg – wegen der erwähnten Übernahmen – auf 38 Millionen Franken nach 12,5 Millionen im Vorjahr. Die vorzeitige Schliessung der Berghotels habe die Wintersaison nur geringfügig beeinträchtigt. Der Rest des Jahres werde aber für die Tourismus- und Hotellerie-Branche «sehr schwierig».

Hoffnung auf Inlandtouristen

Die Auswirkungen der Pandemie auf die internationalen Kunden dauerten wahrscheinlich noch einige Jahre, erwartet das Management. Die Stadthotels etwa seien nun wieder eröffnet worden, das Grand Hotel Victoria-Jungfrau gehe am 29. Mai auf.

Die Luxushotels seien auf den Inlandtourismus angewiesen, um die Stornierungen internationaler Gäste wenigstens teilweise auszugleichen. Wie es mit den Bergdestinationen weitergeht, werde entschieden, sobald sich die Visibilität im internationalen Reiseverkehr verbessert habe.

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Aevis wird eine ausstehende Anleihe über 55 Millionen Franken Ende Juni zurückzahlen. Falls sich die Situation normalisiere, schliesse die Gruppe nicht aus, im zweiten Quartal 2020 an die Finanzmärkte zu gelangen. Ziel sei es, weiteres Wachstum zu finanzieren und Akquisitionschancen zu nutzen.

(AWP — rap)