DETAILHANDEL . «Aldi will schweizweit in allen Landesteilen zum regionalen Nahversorger werden», bekräftigt Aldi-Sprecher Sven Bradke. Die jüngste Kapitalerhöhung von Aldi zeigt, dass der Discounter seine Expansion forcieren wird. Laut dem Handelsregister von Ende November hat Aldi Suisse das Aktienkapital von 913 Mio Fr. auf 994 Mio Fr. erhöht. Gleich vier neue Filialen werden diesen Donnerstag eröffnet, in Ostermundigen BE, Cham ZG, Reinach AG und Buchs AG. Da- mit besitzt Aldi bereits 55 Filialen in der Schweiz. Bei der letzten Aktienkapitalerhöhung im vergangenen Sommer von 585 Fr. auf 913 Mio Fr. besass der Discounter erst 33 Filialen.

Mit dem Markteintritt des deutschen Discounters Lidl in die Schweiz wird erst im letzten Quartal 2008 gerechnet. Zu den konkreten Expansionsplänen will sich weder Aldi noch Lidl in die Karten blicken lassen.

Mehr Verteilzentren

Nur so viel: «Im kommenden Herbst wird das Verteilzentrum in der Westschweiz betriebsbereit sein», sagt Aldi-Sprecher Bradke. Damit kann der Discounter sein Filialnetz auch in der Romandie zügig ausbauen. In der Westschweiz führt der Discounter bisher erst eine Filiale in Colombey-Muraz im Wallis.Das Verteilzentrum in Domdidier FR ist nach Embrach ZH und Dagmersellen LU das dritte Logistikzentrum von Aldi in der Schweiz. Nach Erfahrungen aus Deutschland lassen sich von einem Logistikzentrum aus rund 60 Aldi-Filialen bedienen. Bereits hat sich Aldi in Perlen LU und in Wigoltingen TG Grundstücke gesichert, um dort zwei weitere Verteilzentren zu errichten. Damit könnten insgesamt 300 Filialen beliefert werden.«Auch im Tessin hat Aldi verschiedene Projekte am Laufen», erklärt Bradke. Damit unter-streicht Bradke den Willen Aldis, schweizweit zu expandieren.