Die Aktie des Chipherstellers AMS crasht. Das Papier notiert zum Handelsschluss knapp 20 Prozent tiefer und verliert damit innert Stunden einen Fünftel seines Wertes. Der Gesamtmarkt dagegen blieb ruhig, der Leitindex SMI notierte zum Schluss quasi unverändert.

Der Grund für den AMS-Crash: Probleme mit Apple. Die Zeitschrift «Finanz und Wirtschaft» schreibt online, der Chiphersteller habe im Bereich Mikrofone einen wichtigen Auftrag von Apple teils verloren. Eine geplante Bestellung für Apple-Ladegeräte sei zudem verschoben worden. Die Zeitschrift schreibt von einem gefährdeten Auftragsvolumen von über 100 Millionen Euro – mehr als 20 Prozent des Jahresumsatzes.

Riesiges Volumen

Die Firma zeigt sich überrascht von den Speklulationen. «AMS kann den im Presseartikel gemachten Aussagen nicht folgen und weiss nicht, woher diese Behauptungen stammen», wie es in einer nachbörslich veröffentlichten Stellungnahme heisst. Ein hartes Dementi klingt anders.

AMS werde zu den veröffentlichten Geschäftserwartungen sowie der veröffentlichten Erwartung eines künftig fortgesetzten Wachstums keine Ergänzungen machen, so die Mitteilung weiter.

Spekulationen im Juni

Im Rahmen der Publikation der Q3-Zahlen im Oktober hatte AMS für das vierte Quartal eine Umsatzprognose von 137 bis 142 Millionen Euro sowie die Erwartung einer stabilen Bruttogewinnmarge abgegeben.

Bereits im Juni gab es Spekulationen, dass der Chiphersteller, dessen Aktien an der Schweizer Börse kotiert sind, einen wichtigen Auftrag von Apple verloren haben soll. Auch damals geriet die Aktie unter massiven Verkaufsdruck und konnte sich seither nicht wieder erholen.

(ama/ise)