«Wir wollen innerhalb der nächs-ten zwölf Monate die Kotierung an der Berner Börse BX Berne Exchange durchführen», bestätigt Melinda-Kinga Karpati entsprechende Informationen der «Handelszeitung». Karpati ist CEO des Pharmaunternehmens Amvac mit Sitz in Zug.

Amvac ist auf dem Gebiet der Impfstoffe tätig und arbeitet zurzeit an zwei Produktkandidaten, die von anderen Pharmaunternehmen einlizenziert und anschliessend weiterentwickelt wurden. Der gynäkologische Impfstoff Femivac ist bei verschiedenen EU-Ländern zur Zulassung eingereicht worden. Er soll zur Behandlungen von Entzündungen im weiblichen Genitalbereich und gegen die Geschlechtskrankheit Trichomoniasis eingesetzt werden.

Prostavac als zweiter Produktkandidat soll in der Urologie gegen Prostata-Entzündungen zum Einsatz kommen und durchläuft momentan die letzten Studienphasen.

*Fachlicher Rat von Speedel*

Amvac hat soeben eine erste Finanzierungsrunde abgeschlossen und dabei 2,1 Mio Euro aufgenommen. Damit sei Amvac bis «mindestens ins Frühjahr 2008» finanziert. Karpati sieht Amvac gut positioniert. Das Marktpotenzial sei gross, so würden sich beispielsweise jährlich 173 Mio Frauen mit Trichomonas anstecken.

Dieses Potenzial sehe auch der Basler Pharmakonzern Novartis, der bereits erste Konktakte zum Börsenkandidaten Amvac aufgebaut habe. Dies überrascht nicht, baut doch Novartis im Moment seine Impfstoffdivision gezielt aus.

Fachlicher Rat kommt aber auch von anderer Seite: So hat sich Karpati von Speedel-Chefin Alice Huxley über Börsengänge und die damit verbundenen Arbeiten unterhalten.