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Tourismus
Andermatt: Längste Hotelrutsche in Europa geplant

Der Investor Samih Sawiris, links, und der CEO der Swiss Alps AG Franz-Xaver Simmen, rechts, anlaesslich der Grundsteinlegung zum Haus Alpenrose in Resort der Swiss Alps in Andermatt am Freitag 21. April 2017. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
Samih Sawiris, links, und Franz-Xaver Simmen, rechts: Bauen ein neues Andermatt.Quelle: © KEYSTONE / URS FLUEELER

Der Ausbau von Andermatt schreitet voran. Ein drittes Hotelgrossprojekt wird in Angriff genommen, die Immobilienpreise steigen.

Iseli
Von Marc Iseli
am 17.10.2018

Das Tourismusresort Andermatt des ägyptischen Investors Samih Sawiris erzielt eine Rekordmarke beim Verkauf von Wohneigentum. «In diesem Jahr werden wir zum ersten Mal Immobilien im Wert von mehr als 100 Millionen Franken verkauft haben», sagt Franz-Xaver Simmen zur «Handelszeitung». Simmen ist Chef der Baufirma Andermatt Swiss Alps AG, die mehrheitlich im Besitz von Sawiris ist.

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Das Unternehmen hat nun Wohnungen im Wert von einer halben Milliarde Franken verkauft. Die Gesamtinvestitionen in den Ausbau des Ferienortes betragen per Ende Jahr mehr als eine Milliarde Franken, prognostiziert Simmen. Das Geld floss in neue ­Skilifte, eine riesige Tiefgarage, einen Golfplatz, zehn Apartmenthäuser und zwei Hotels im Luxussegment.

Der 42-jährige Urner stellt ein «gutes Jahresergebnis» in Aussicht. Wird es der erste positive Abschluss? «Ich sage: Gut», erklärt Simmen. «Wir sind immer noch am Inves­tieren, das Jahresergebnis hängt auch davon ab, wie viele Wohneinheiten wir in diesem Jahr noch an die Kunden übergeben können.»

Neues Hotel

Die zunehmende Fertigstellung der touristischen Infrastruktur und die gestiegene Nachfrage nach Wohneigentum sorgen dafür, dass in Andermatt bald die Preise steigen. Ab Januar werden die zum Verkauf stehenden Apartments im Urner Bergdorf «je nach Wohnung und Lage» zwischen 5 bis 10 Prozent teurer sein, wie Simmen sagt.

Einen Teil der Zusatzeinnahmen fliesst gleich wieder in den weiteren Ausbau. Simmen plant für Andermatt den Bau eines Familien­hotels, wie es die Schweiz noch nicht ­gesehen haben soll. «Das Architektenteam und der Betreiber kommen aus ­Österreich, denn solche Projekte gibt es bis jetzt nur dort.»

Wenn alles nach Plan läuft, sollen die ersten Bagger bereits im nächsten Jahr anrollen. Ende 2022 sollte das Hotel stehen. «Die Investitionen liegen bei geschätzten 150 Millionen Franken», sagt Simmen. Das Innenleben, verspricht der Urner, sei explizit auf Familien mit Kindern ausgelegt. Kinderlose Gäste sollen keine Zimmer buchen können.

Das Highlight seien zwei Wasserrutschen. Geplant ist, dass sie vom achten Stock durch das ganze Gebäude und an der Rezeption in die Tiefe stürzen. Mit 190 Metern Länge soll die Anlage die längste Hotelwasserrutsche in Europa sein.

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